Eigentlich kann man Clean Labelling nicht mehr als Trend bezeichnen. Denn bereits seit über einem Jahrzehnt kommen immer mehr Hersteller dem Verbraucherwunsch nach einer verständlichen und möglichst natürlichen Zutatenliste nach. Beneo hat nun erstmals eine Instant-Reisstärke für Clean-Label-Applikationen entwickelt. Damit lassen sich modifizierte Stärken auch bei Produkten ersetzen, die kalt und unter starken Scherkräften oder niedrigen pH-Werten zubereitet werden.
Wer bei Kaltanwendungen wie beispielsweise Grillsoßen, Milchdesserts zum Anrühren oder Backfüllungen eine ansprechende Cremigkeit und ein gutes Mundgefühl erreichen wollte, kam in der Lebensmittelindustrie bislang nicht an modifizierter Stärke als Texturgeber vorbei. Der Grund: Gerade auf Tortencremes für den Konditoreibedarf oder bei süßen Instant-Desserts für Zuhause wirken starke Scherkräfte. Gleichzeitig müssen alle Zutaten kaltlöslich sein. Das gleiche gilt auch für Soßen, Dips und Dressings. Zusätzlich enthalten diese Lebensmittel meist Säure in Form von Branntweinessig. Auch Tiefkühlfertigprodukte sind eine Herausforderung für Texturgeber: Die gewünschte Konsistenz muss auch bei langen Lagerzeiten und Gefrier-Tauvorgängen erhalten bleiben. Native Stärken waren bislang nicht stabil genug für diese Anwendungsbereiche. Mit Remypure S52 P von Beneo steht Herstellern nun eine Reisstärke zur Verfügung, die diese Hürde nimmt: Die native funktionelle Instant-Reisstärke ist für Clean-Label-Applikationen geeignet, kaltlöslich und verfügt über eine hohe Stabilität.
Clean Labelling – Trend oder Muss?
Wie ist es aktuell um die „saubere Etikettierung“ bestellt, was wünschen sich Verbraucher und wie wird sich das Thema wohl in den kommenden Jahren entwickeln? Betrachtet man die Zahlen der Marktforscher, so hat sich Clean Labelling längst vom Trend zum „Muss“ für attraktive Produktplatzierungen gewandelt. Selbst in vermeintlich ungesunden Lebensmitteln erwarten viele Verbraucher inzwischen Natürlichkeit – das ergab eine Verbraucherbefragung im Auftrag von Beneo: Bei Milchdesserts wünschen sich durchschnittlich 62 % der Verbraucher mehr Natur im Produkt, bei Schokolade mehr als die Hälfte und bei Tafelsoßen, Dressing und Mayonnaisen jeweils fast zwei Drittel der 3000 Befragten. Laut der Mintel Global New Products Database trugen in den vergangenen fünf Jahren rund ein Drittel der Produkteinführungen bei Soßen und Gewürzen, Milchprodukten und Snacks sowie knapp ein Viertel der Back- und Konditorwaren einen Natürlichkeits-Claim auf der Verpackung.
Auch bei Herstellern von TK-Fertiggerichten ist das Thema auf dem Tableau: Mit Frosta hat das Segment schon seit etlichen Jahren einen Verfechter in Sachen Clean Label in ihren Reihen – und viele Fertiggerichte, die in die Kühltheken der Supermärkte eingezogen sind, haben längst den Ruf des ungesunden Lebensmittels abgelegt.




