Bislang ist Nestlé primär nach Regionen organisiert, zusätzlich gliedert sich der Konzern in sechs strategische Geschäftseinheiten. Daneben bestehen drei global geführte Sparten, darunter Nespresso, Health Science und das zum Verkauf stehende Wassergeschäft.
Nach schwachen Geschäften unter Druck
Nestlé steht nach schwachen Geschäften unter Druck: Im Jahr 2025 schrumpfte der Gewinn um 17 % zum Vorjahr auf rund 9 Mrd. Franken. Der Umsatz ging um 2 % auf rund 89,5 Milliarden Franken zurück, auch wenn aus eigener Kraft Zuwächse standen. Dem Konzern macht die Inflation zu schaffen. Wie andere Konsumgüterhersteller hat Nestlé in den vergangenen Jahre die Preise erhöht, um gestiegene Rohstoffkosten an Kunden weiterzureichen. Doch wegen hoher Lebensmittelpreise setzen Verbraucher vermehrt auf günstige Eigenmarken oder kaufen beim Discounter.
16 000 Stellen entfallen weltweit
Navratil will zudem mehr Geld in Marketing und Innovationen stecken. Das Geld soll aus dem laufenden Sparprogramm kommen. Der Manager hatte kurz nach seinem Einstand im Oktober angekündigt, weltweit rund 16 000 Stellen binnen zwei Jahren abzubauen. Das sind fast 6 % der weltweit knapp 280 000 Jobs. Mit dem Stellenabbau sollen bis Ende 2027 insgesamt jährliche Einsparungen von rund einer Mrd. Franken erzielt werden. 20 % davon seien bereits erreicht, hieß es nun. (Quelle: dpa)




