Pünktlich zur Einführung des neuen ERP-Systems kam die Covid-Pandemie ins Rollen. Bis heute sind viele Lieferketten instabil. Und die Unternehmensexpansion geht trotzdem weiter. Der Lebensmittelhersteller „Zum Dorfkrug“ musste zuletzt in einem außergewöhnlich unruhigen Umfeld Kurs halten. Die neue ERP-Lösung sorgt dabei für eine hohe Sicherheit der Unternehmensprozesse.
Die Salatsauce „Sylter Salatfrische“ hat den Restaurantbetreiber, Lebensmittelhersteller und Landhof „Zum Dorfkrug“ überregional bekannt gemacht und damit auch die Produktionsmengen schnell steigen lassen. Doch zum Unternehmenswachstum tragen längst weitere Produkte bei, vor allem Saucen und Desserts. Bereits 2007 weihte das Unternehmen eine eigene, industriell organisierte Produktionsanlage ein, in der die nach ganz Deutschland gelieferten Lebensmittel hergestellt werden.
Reformieren oder neu anfangen?
Seit 2009 unterstützte ein ERP-System (ERP, Enterprise Resource Planning) die Planung, Produktion und Vertrieb der Lebensmittel. „Allerdings haben wir für diese Lösung nie ein wirkliches Update durchgeführt“, sagt Meik Mirow, Prokurist und Geschäftsleiter Einkauf und Supply Chain Management bei „Zum Dorfkrug“. Das Ergebnis: Viele neue und notwendige Funktionen fehlten, insbesondere für die Produktion und das Lagermanagement. So stand das Unternehmen vor der Entscheidung, entweder das bestehende System zu erneuern oder auf eine völlig neue Lösung umzusteigen. „Der Versionenwechsel beim Altsystem hätte nicht weniger Aufwand erfordert als der Umstieg auf eine komplett neue Lösung“, so Mirow. „Deshalb haben wir im Rahmen einer Ausschreibung ausgelotet, welcher Anbieter unsere Anforderungen am besten abdeckt.“
Die Ausschreibung fiel in eine Zeit, in der „Zum Dorfkrug“ vor zwei zusätzlichen Herausforderungen stand: Zum einen hatte sich das Unternehmen damals in zwei Gesellschaften geteilt – eine für die Produktion, eine für den Handel. Die neue Lösung musste also auch unternehmensübergreifend einsatzfähig sein. Außerdem zielten die Niedersachsen damals an, ihre Kundenbasis im Gastronomie-Bereich auszuweiten, wofür sie starke unterstützende Vertriebs- und Handelsfunktionen seitens der neuen ERP-Lösung benötigten. Zumal „Zum Dorfkrug“ nun auch einen Teil der Ware vor Ort selbst lagern und kommissionieren wollte. Ein weiteres Muss war eine sehr gute Chargenrückverfolgung, schon wegen der vielen bestehenden Regularien in der Lebensmittelbranche.
Auf die Foodindustrie ausgerichtet
Am Ende erhielt die Lösung von GUS ERP den Zuschlag, die GUS-OS Suite. Da sie von vorne herein auf die Prozess- und Lebensmittelindustrie ausgelegt ist, deckte sie nicht nur alle Kernanforderungen komplett ab. Auch die vielfältigen Konditionssysteme und -abkommen, die „Zum Dorfkrug“ mit dem Einzelhandel unterhält, lassen sich mithilfe der neuen ERP-Lösung abbilden. Weitere Argumente: Die GUS-OS Suite ist komplett webbasiert, sodass die Anwender vor allem von unterschiedlichen Arbeitsplätzen aus und ohne Einschränkungen seitens der Hardware mit ihr arbeiten können. Und nicht zuletzt viele der vordefinierten branchenorientierten Standard-Workflows konnte das Team um Meik Mirow eins zu eins übernehmen. Dies führt auch dazu, dass die regelmäßigen Updates schnell und weitgehend reibungslos über die Bühne gehen. Zugleich ist das Unternehmen in der Lage, ohne zusätzliches Programmieren einfache Modifikationen vorzunehmen, etwa an Bedienmasken, ohne dabei die Update-Fähigkeit der Gesamtlösung zu beeinträchtigen.




