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    Nulltoleranz für Partikel und Keime
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Nulltoleranz für Partikel und Keime

    Von der menschlichen Kopfhaut lösen sich jeden Tag etwa 350 mg Schuppen. Für uns kaum wahrnehmbar stellen diese luftgetragenen Teilchen – sie haben einen
    Veröffentlicht
    15. Februar 2013
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Reinräume sind nach EN ISO 14644 definierte Produktionsstätten, in denen je nach Klassifizierung eine bestimmte Anzahl und Größe an luftgetragenen Teilchen pro Volumeneinheit nicht überschritten werden darf. Um die empfindlichen Produktionsprozesse und hochwertigen Erzeugnisse in Reinräumen nicht zu gefährden, bedarf es der ständigen Kontrolle von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -druck sowie der Partikelzahl. Ein mit speziellen Filtern gekoppeltes Be- und Entlüftungssystem sorgt dafür, dass die Anzahl der im Raum befindlichen Partikel das zulässige Limit nicht überschreitet.

    Das ständige Bestreben ist, dass keine zusätzlichen Mikropartikel den Reinraum kontaminieren. Die größte Emissionsquelle diesbezüglich stellt der Mitarbeiter dar. Er sondert kleinste Partikel ab und ist Wirt von Mikroorganismen, die sich ohne geeignete Schutzmaßnahmen ungehindert im Reinraum ausbreiten könnten. Durch diese Kontamination kann es zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen der Produktion kommen.

    Als Schutzmaßnahme kommt spezielle Reinraumkleidung zum Einsatz. Sie hindert luftgetragene Teilchen, die der Mitarbeiter absondert, daran, in den Raum zu gelangen.

    Bardusch bietet ein umfangreiches Programm von Reinraumkleidung an. Dazu gehören Overalls, Hauben, Überstiefel, Damen- und Herrenmäntel sowie Mundschutz. Die Reinraumkleidung weist einen hohen Tragekomfort auf. Sie ist abriebfest, damit sie nicht selbst zur ungewollten Quelle von Partikeln wird. Sogenannte Sandwichfasern, bestehend aus mit Karbon durchsetzten Polyesterfasern, bilden das hochdichte Gewebematerial. Die leitfähige Karbonzwischenlage verhindert ungewollte elektrostatische Entladungen.

    Aufgrund ihrer hohen Anforderungen sind Reinraumtextilien nur selten Einwegartikel und werden meist wiederverwendet. Das badische Traditionsunternehmen Bardusch hat sich als Dienstleister auf die Reinigung und Aufbereitung von Reinraumtextilien spezialisiert. In den Wäschereien an den Standorten Werder und Eisenach dekontaminiert, desinfiziert und sterilisiert Bardusch seit 2004 Reinraumbekleidung. Die hochmodernen Betriebe sind nach ISO 9001 für prozessorientiertes Qualitätsmanagement und der Umweltma-nagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Bardusch bietet seinen Kunden in einem lückenlosen Abholungs-, Aufbereitungs- und Liefersystem einen Full Service für Reinraumkleidung an. Mitarbeiter des unternehmenseigenen Fuhrparks und Logistikpartner holen die benutzten Reinraumtextilien direkt beim Kunden ab. In der Außenzone der Wäscherei prüfen Facharbeiter für Textilreinigung die Textilien auf Abnutzungserscheinungen und reparieren eventuelle kleine Schäden. Bei größeren Schäden wird das Kleidungsstück sofort ausgetauscht. Danach reinigen Waschschleudermaschinen die Textilien in mehreren Waschvorgängen. Anschließend werden die Textilien getrocknet.

    Eine wichtige Rolle spielt für das Unternehmen die sehr aufwendige Wasser- und Luftaufbereitung. Nach dem Waschen und Trocknen gelangen die Textilien in das Herzstück der Wäscherei, einen Reinraum der Klasse 5 gemäß ISO 14644-1. Nur hier können die durch den Waschprozess zuverlässig desinfizierten und dekontaminierten Textilien hygienisch und kontaminationsfrei gelegt und verpackt werden. Die Reinraumtextilien werden in speziellen PE-Beuteln bzw. Autoklaviertüten doppelt verpackt. Damit kann die Wäsche, falls sie steril sein muss, in einem Autoklaven im letzten Schritt sterilisiert werden. Die Bardusch-Reinraumverpackung stellt sicher, dass auch beim Transport weder Partikel noch Keime an den Inhalt gelangen.

    Über ein spezielles Onlinemonitoringsystem findet dabei eine stetige Überwachung der Partikelanzahl in der Raumluft, des Luftdrucks sowie der Wasserqualität statt. Jedes Kleidungsstück ist mit einem Barcodeetikett versehen, sodass sein Lebenszyklus nachverfolgbar ist. Eine mit dem Kunden vereinbarte Waschzählerlimitierung sorgt dafür, dass Wäschestücke nach einer bestimmten Anzahl von Durchläufen ausgesondert werden.

    Reinraumtextilien müssen höchste Anforderungen erfüllen. Das Bardusch-Vollservice-Mietsystem bietet dem Kunden eine überprüfbare und kosteneffiziente Aufbereitung nach höchsten Qualitätsstandards gemäß den ISO-Klassifizierungen DIN EN 9001 und 14001. Gemäß den GMP-Regeln sind alle Prozesse transparent und rückverfolgbar.

    prozesstechnik-online.de/dei0213434

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