Bei der Sterilisation von Kräutern und Gewürzen beispielsweise wird das zu behandelnde Produkt zunächst vorgereinigt. Hierbei erfolgt eine entsprechende Klassierung auf die benötigte Struktur und Korngröße. Daraufhin gelangt die Ware in einen Zwischenpuffer. Ein sich anschlie-ßender Wiegebehälter chargiert die benö-tigte Menge für den Sterilisator. In Abhängigkeit des Schüttgewichtes werden bei dieser Anlage zwischen 500 und 2500 kg/h durchgesetzt (Abbildung).
Der Steri-Stator besteht aus einem
• Edelstahlguss-Druckgefäß
• Dampfeinlasssystem
• patentierten Entspannungssystem und
• automatischen Kondensatauslass
Weiterhin sind eine Produktrührvorrichtung, ein Zwischenbodensystem sowie Einrichtungen zur Produktzufuhr und zum Produktauslass vorgesehen. Alle Produkt berührten Teile sind in Edelstahlwerkstoffen ausgeführt.
Aus dem Chargierbehälter gelangt das Produkt in das Sterilisationsgefäß. Nach Ende des Befüllvorganges wird die Zulaufklappe geschlossen. Anschließend erfolgt der Sterilisierungsvorgang mit Sattdampf. Die Variation der Prozessparameter wie Dampfdruck, Temperatur und Bedampfungszeit lassen sich je nach Erfordernis über die Steuerung einstellen. Dies erfolgt entweder über einen Touchscreen oder über das Prozessleitsystem. Typische Einstellwerte sind 115 bis 160 °C bei dem entsprechenden Sattdampfdruck. Die Sterilisationszeiten reichen von wenigen Sekunden bis in den Minutenbereich. Um einen gleichbleibenden Wärmeübergang des Dampfes zu erreichen, wird das zu behandelnde Gut mittels eines Rührsystems bewegt und durchmischt. Da das Produkt oberhalb des Bodenauslasses auf einem perforiertem Zwischenboden lagert, kann das entstehende Kondensat direkt in den unteren Hohlraum abfließen und behindert somit nicht den Wärmeübergang des Dampfes an das Gut. Die Kondensatausschleusung aus dem Steri-Stator erfolgt permanent auch während der Bedampfungsphase.
Nach Beendigung des Sterilisationsprozesses wird der Dampfdruck im Gefäß langsam auf atmosphärische Bedingungen entspannt. Danach erfolgt die Ausschleusung. Hierzu öffnen die Zwischenbodenklappe und die Auslassklappe. Der Steri-Stator arbeitet als Batch-Apparat. Da die nachfolgenden Prozessschritte kontinuierlich ablaufen, erfolgt zunächst eine Zwischenspeicherung in einem Sterilbehälter. Mittels einer Dosierschnecke wird dann an-schließend die Trocknungs- und Kühlstufe kontinuierlich beschickt.




