Die Produktion von Gewürzmischungen erfordert die Zugabe einer Reihe von Zutaten in geringer, jedoch exakter Menge. Diese werden daher im Vorfeld dosiert und in Beutel abgefüllt. Die sys-tem-technik GmbH aus Landsberg hat eine Dosieranlage für derartige Chargenzubereitungen entwickelt. In der Basisausführung können neun Komponenten exakt dosiert werden, in der zweiten Ausbaustufe bis zu 18.
Die Anlieferung der Zutaten erfolgt in Säcken oder Big Bags. Zu Beginn des Prozesses werden die Gebinde in Tagesbehälter mit einem Fassungsvermögen von 150 l entleert. Die Behälter sind mit Klappdeckeln mit Schnellverschlüssen ausgerüs-tet. Im Inneren des Behälters dienen Auflageroste als Sackauflage. Um die Staubentlastung für die Mitarbeiter während der Sackentleerung zu minimieren, kommen Entstaubungsfilter bzw. Aspirationseinrichtungen zum Einsatz.
Als Dosiergeräte verwendet man Dosierschnecken mit integrierter Schneckenabsperrklappe. Die Dosierschnecken sind mit progressiver Steigung der Schneckenwendel ausgeführt und werden über einen Frequenzumrichter angesteuert. Auf diese Weise lässt sich die Dosierleistung der Schnecke vom Grobabschaltpunkt rampenförmig zum Feinabschaltpunkt reduzieren. Das gewährleistet bei kurzen Dosierzeiten exakte Dosierergebnisse.
Die Dosierschnecken können problemlos aus der Anlage herausgezogen werden, was eine schnelle und einfache Reinigung der Anlage möglich macht.
Bei der Verarbeitung von schlechtfließenden Produkten kann die Anlage mit Austragshilfen, beispielsweise mit Horizontalrührwerken, nachgerüstet werden. Als weitere Austragshilfen stehen Schwingtrichter mit Vibrationsdosierschnecken zur Verfügung. Außerdem beugen die verwendeten Werkstoffe und deren Oberflächenbeschaffenheit Produktanbackungen vor.
Eine Drehschalenwaage der Baureihe ED90/ED91 übernimmt die Wägung der Zutaten (Abb. 1). Sie hat bei einer Auflösung von bis zu 0,5 g einen Wägebereich von 1 bis 25 kg. Die Vorlagebehälter sind kreisförmig um die Drehschalenwaage angeordnet, das ermöglicht eine kompakte und platzsparende Gestaltung des Dosiersystems.
Die Dosierschnecken dosieren die entsprechenden Komponenten aus dem Vorlagebehälter in eine drehbar gelagerte, halbkugelförmige Schale (Abb. 2). Diese wird samt Inhalt mit Hilfe einer DMS-Wägezelle verwogen. Ein patentierter Entleermechanismus stellt sicher, dass keine Verbindung zwischen Schale und pneumatischem Drehantrieb besteht. Durch Drehung um 180° wird die Schale geleert und die Charge an das nachgeordnete System, beispielsweise zur Befüllung der Beutel, übergeben.




