Waren- und Informationsfluss sind mit dem CSB-System inzwischen sehr gut aufeinander abgestimmt und bei Pfalzgraf integriert. Im Wareneingang wird die bestellte Rohware per LKW angeliefert. Dabei werden nicht nur Früchte, sondern auch Sahne, Eier, Kakao und Dekomaterial nach Qualitäts- und Prüfkriterien untersucht, die das System vorgibt. Ist der Zustand der Handelsware ohne Beanstandung, wird sie eingelagert. Dabei werden die Produkte erst freigegeben, wenn die Ware allen Systemanforderungen entspricht. Pfalzgraf verfügt über separate Lager im Fertigwarenbereich (Hochregallager) und für die Frischeprodukte.
Bei Pfalzgraf wird mit dem CSB-System eine durchgängige Produktionsplanung und -steuerung realisiert. Der Wareneingang wird im CSB-System erfasst und damit der Rohstoff ins Rohstofflager zugebucht. Im Programm für die Produktionsaufträge werden die geplanten Mengen für die Folgewoche erfasst. Die Optimierung der geplanten Produktion erfolgt mit dem Power-Netzplan. Über dieses Tool lassen sich auch die Maschinenbelegung, Personalkapazitäten, Produktionszeiten und -abfolgen darstellen. Hierbei sind im Augenblick fünf Linien (=Produktionsabteilungen) zu berücksichtigen. Im Anschluss wird in Matrixform eine Wochenübersicht mit sechs Wochentagen pro Linie dargestellt und gedruckt. Aufgezeigt werden die Informationen Priorität, Artikel-Nummer, Artikel-Bezeichnung, Form, Menge und Marke. Aus den optimierten Produktionsaufträgen erfolgt im nächsten Schritt die Generierung der Chargen.
Danach werden Produktionsanweisungen gedruckt, auf denen die zu produzierende Menge mit entsprechend dargestellter Rezeptur sowie den entsprechenden Produktionsanweisungen abgedruckt sind. Diese Chargen werden dann an die Abteilungen weitergegeben und bearbeitet.
Die Ist-Mengenverbuchung findet aufgrund der Produktionsmengenerfassung der Halbfabrikate oder Endprodukte statt (also jeweils des Produktionsergebnisses, das die Abteilung verlässt). Die eingesetzten Rohstoffe und Halbfabrikate werden von den Lagern abgebucht. Bei Bedarf werden die Unterrezepturen mit aufgelöst. Die Ware wird im Schockfroster tiefgekühlt. In der Verpackungsabteilung wird dann das verkaufsfertige Endprodukt hergestellt, d.h. es werden z. B. Glasuren u. ä. aufgetragen und dann mit Folie, Karton und Etikett verpackt. Nach Palettenbildung und Folien-umwicklung der Palette wird auch hier der Produktionsausgang des Endproduktes erfasst (i.d.R. Unterrezeptur (=Halbfabrikat) der Torte und die Stückliste für die Verpackung) mit entsprechender Rohstoff-/ Halbfabrikatabbuchung und Zubuchung des Artikels in das Fertigwarenlager. Hierbei wird ein Etikett mit der Referenznummer (=eindeutige Nummer, die die Referenzierung im CSB-System mit allen Informationen zu dem Artikel, Charge, MHD, Lager etc. erlaubt) in Form eines Barcode aufgebracht. Die etikettierten Paletten im Fertigwarenlager lassen sich nun bei der Verladung oder auch bei Auslieferung an einen Kunden aufgrund der Referenznummer eindeutig identifizieren.




