Geht es um Lebensmittelsicherheit und kontinuierliche Produktqualität, stellt sich die Frage nach zuverlässigen Kontrollverfahren. So muss auch bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen eine zuverlässige Fremdkörperdetektion gewährleistet sein. Das System Multicheck vereint die Vorteile der Bildverarbeitung zur optischen Fremdkörpererkennung mit den Vorzügen kompakter Automatisierungstechnik – denn es wird direkt in die Mehrkopfwaage integriert.
Ganz gleich, ob es um Süßwaren, Snacks, Backwaren, Cerealien, Tiefkühlkost oder Fleischwaren geht: Auf Produktrückrufe können Lebensmittelhersteller gerne verzichten. Ein Blick in das Portal www.lebensmittelwarnung.de gibt einen Eindruck davon, wie alltäglich es ist, dass unsichere Lebensmittel auf den Markt kommen. Fremdkörper und andere Verunreinigungen zählen dort zu den Hauptgründen für Produktrückrufe. So fielen von den im Jahr 2019 in Deutschland insgesamt 297 veröffentlichten Produktrückrufen 90 in die der Kategorie „Fremdkörper in Lebensmitteln, fehlerhafte Verpackungen“. Oft handelt es sich dabei um Glas-, Metall- oder Kunststoffteile, die bei Sichtkontrollen schwierig oder teils gar nicht zu erkennen sind. Die Gewährleistung sicherer Lebensmittel gehört deshalb zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Qualitätskontrolle. „Dabei muss man unbedingt verstehen, welchen Gefahren der Verbraucher ausgesetzt ist und welche ökonomischen Folgen mit Rückrufaktionen verbunden sind. Ein einziger Rückruf kann ausreichen, um wirtschaftlichen Schaden zu verursachen und den Ruf des Unternehmens zu ruinieren“, betont Dr. Carsten Cruse.
Für den Geschäftsführer der CLK GmbH spielt die Notwendigkeit zu einer Automatisierung der Fremdkörperkontrolle deswegen eine immer größere Rolle – zumal die Produktion in der Lebensmittelindustrie mit immer höheren Taktraten erfolge und die Nachfrage nach automatisierten Lösungen und sich selbst regulierenden Systemen in allen Bereichen der Lebensmittelproduktion wächst. Moderne Mehrkopfwaagen verpacken Produkte mittlerweile mit Spitzenleistungen von 200 und mehr Takten pro Minute. „Eine manuelle Sichtkontrolle stößt hier schnell an ihre Grenzen“, so Cruse. In den Mittelpunkt rücken Anlagenkonzepte, die eine frühzeitige Fremdkörperdetektion und das eigenständige Aussortieren der Verunreinigungen ermöglichen.
Fremdkörperdetektion in Echtzeit
Es gibt viele Nachweismethoden und Inspektionssysteme, zwischen denen Lebensmittelhersteller wählen können, wenn es um die Vermeidung von Fremdkörpern geht, beispielsweise Röntgen- und Metalldetektionssysteme. Zumeist integriert am Ende der Produktions- und Verpackungslinien, sind sie ein fester Bestandteil eines jeden HACCP-Konzeptes und Voraussetzung einer erfolgreichen Zertifizierung nach IFS oder BRC. Anders dagegen Multicheck, ein optisches System zur Fremdkörperdetektion, das direkt in Mehrkopfwaagen zum Einsatz kommt. Mit ihm liefert CLK eine Inline-Technologie, die in der Lage ist, Qualitätseigenschaften auf Basis optischer Methoden bereits während des Produktionsprozesses zu erfassen und in Echtzeit auszuwerten. Das Funktionsprinzip dahinter: Vier Hochgeschwindigkeitskameras, in unterschiedlichen Winkeln positioniert, identifizieren in Verbindung mit einer leistungsstarken LED-Beleuchtungseinheit die Fremdkörper im freien Fall. Die Installation am oberen Ende des Abwurftrichters ermöglicht dabei einen 360-Grad-Rundumblick ohne tote Winkel.




