An dem deutschen Produktionsstandort werden verschiedenste Produkte und Mischungen verpackt. Die Zutaten kommen aus verschiedenen Gebinden. Verpackt wird in Einzelbeutel, Familien- und Vorteilspacks, Displays und zum Schluss in Versandkartons. Vertrieben werden die Produkte in ganz Europa, darunter Skandinavien, die Niederlande und Polen. Um bei möglichen Rückrufaktionen zielgerichtet agieren zu können, werden alle Vorgänge gespeichert. Um die dabei anfallenden großen Datenmengen verarbeiten zu können, ist eine leistungsstarke IT-Struktur notwendig.
Vor diesem Hintergrund suchte man einen Anbieter, der nicht nur die Hardware für die Kontrollpunkte liefern konnte, sondern auch den gesamten Prozess überwachen kann. Fündig wurde der Konzern bei Scanware Electronic. Für den Entwickler und Hersteller von Inspektionssystemen war dieses Projekt eines der ersten im Lebensmittelbereich. „Die Sicherheitsrichtlinien in der pharmazeutischen Industrie sind sehr hoch. Die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich ist für Lebensmittelverpacker von Vorteil, die eine ebenso hohe Sicherheit für ihre Produkte wünschen“, erläutert Scanware-Geschäftsführer Harald Mätzig.
Zur genauen Projektierung besuchten die Scanware-Techniker das Werk, in dem die Verpackungslinie steht. Im ersten Stock fanden sie mehrere Aufschütttrichter, über die Gebinde in zweierlei Größen in die Verpackungslinie entleert werden. Jedem Trichter ist ein Handscanner zugeordnet, mit dem die Barcodes auf den Säcken und Beuteln verifiziert werden. Sicherheitsrelevant ist die eindeutige Zuordnung von Scanner und Trichter sowie ein limitiertes Zeitfenster, in dem gescannt werden kann. Wird dieses überschritten, muss der Beschicker neu beginnen, um Verwechslungen auszuschließen.
Über Rohre gelangen die Komponenten auf Zuführbänder, die sich im Erdgeschoss befinden, werden zusammengeführt und anschließend verpackt. Die Folien, aus denen die Beutel geformt werden, sind bereits bedruckt. Das OCR-System Lynx-Signum HR prüft den Aufdruck des Produktcodes, des Mindesthaltbarkeitsdatums und der Chargenkennzeichnung, um sicherzustellen, dass Produkt und Verpackung miteinander korrespondieren und die durch einen Inkjet-Drucker aufgedruckten Daten korrekt und lesbar sind. Anschließend werden die Beutel verschweißt und beschnitten. Anschließend gelangen die fertigen Produkte über ein Förderband zum Kartonierer. Hier werden eine oder mehrere Einheiten in eine Faltschachtel gepackt.
Zunächst muss sichergestellt werden, dass die Faltschachtel und die Beutel zueinander gehören. Diese Aufgabe erledigt eine Smartkamera Lynx-Signum 2DC, die den EAN prüft. Wenn die Beutel eingeschoben und die Faltschachtel verschlossen sind, bringt ein Laserdrucker – je nach Format – an der Boden- oder Seitenlasche eine Codierung auf. Anschließend wird diese wieder mittels Lynx-Signum HR geprüft.




