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    PET-Flaschenproduktion mit wartungsfreier Technik
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    PET-Flaschenproduktion mit wartungsfreier Technik

    Das Herzstück des KHS InnoPET Triblocks sind schmierfreie Gleit- und Kugellager von Igus – sie erfüllen die hohen mechanischen Ansprüche im Dauereinsatz.
    Veröffentlicht
    01. September 2025
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Die KHS Gruppe setzt bei der Herstellung und Etikettierung von PET-Flaschen auf zuverlässige, wartungsarme Technik. Ihr InnoPET Triblock vereint Blasmaschine, Etikettierer und Füller platzsparend in einer kompakten Einheit. Das spart Material und Energie. Zum Einsatz kommen hier schmierfreie Gleit- und Kugellager von Igus – sie erfüllen die hohen hygienischen und mechanischen Ansprüche im Dauereinsatz.

    Als einer der führenden Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen für Getränke und flüssige Lebensmittel bietet KHS Lösungen von der Entwicklung individueller Flaschendesigns bis zum Rund-um-die-Uhr-Service. Mit Hauptsitz in Dortmund liefert das Unternehmen einzelne Maschinen oder komplette Anlagen. Im InnoPET Triblock laufen Herstellung, Etikettierung und Befüllung der Flaschen ineinander.
    Das macht die Anlage besonders effizient und spart Stellfläche.

    Sparsam etikettieren

    KHS etikettiert die leeren Flaschen, erst danach werden sie gefüllt. So entfällt ein Trockner, der sonst Kondenswasser abführen müsste. Auch Transport- und Pufferstrecken werden überflüssig. Das spart nicht nur Energie, sondern auch Platz. Besonders ist auch das Flaschenhandling: Die PET-Flaschen werden am Halsring gegriffen und durch den Etikettierer geführt. Dank dieser Fixierung laufen die Behälter sicher und schonend durch die Anlage.

    Materialeinsparung bleibt in der Getränkeindustrie ein zentrales Thema. PET-Flaschen werden immer leichter. Doch dünnere Wände bergen das Risiko, dass sie beim Etikettieren verformt werden. Der InnoPET Triblock löst das Problem mit dem sogenannten Neckhandling kombiniert mit steriler Luft. So halten und etikettieren die Greifer auch dünnwandige Flaschen sicher. Die Anlage schafft bis zu 82 000 Flaschen pro Stunde und spart dabei Energie.

    „Es sind geringe Flaschengewichte möglich. Es kommt dann auf die Flaschengestaltung an, damit die geringe Wandstärke trotzdem Stabilität ermöglicht“, erklärt Cornelius Adolf, Product Manager Labeling bei KHS. Abfüller sparen zusätzlich Material und Kosten durch leichtere Preforms und niedrigere Deckel.

    Wartungsfreie Lager

    „Die Flaschenaufnahmen im InnoPET Triblock haben drei Funktionen. Sie greifen die Flaschen, stabilisieren diese mit Druckluft und rotieren sie, damit die Etiketten aufgebracht werden können“, erklärt Andreas Ullrich, Leiter der mechanischen Konstruktion bei KHS. Für diese Aufgaben suchte KHS nach Gleitlagern, Rollen und Linearlagern, die ohne Fett auskommen. Dadurch bleiben die Flaschen sauber.

    Die Wahl fiel auf Igus-Gleitlager. Iglidur-J-Lager führen die Federn in den Greifern und verhindern Reibung. Drylin-R-Gleitfolien ermöglichen das Einspannen der Flaschen. „Da die Folien unter hoher Belastung stehen, berechneten uns die Kollegen von Igus vorab deren Lebensdauer. So hatten wir keinerlei Probleme mit vorzeitigem Verschleiß“, berichtet Ullrich.

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    Auch die Rollen in den Flaschenaufnahmen fertigte Igus speziell für KHS. Sie leiten die Linearbewegung ein, mit der die Flaschen fixiert werden. Bei früheren Rollen gab es Schäden. „Diese Rollen wurden dann probeweise mit einer Ummantelung aus unserem Iglidur-Werkstoff ausgestattet und bestanden den Test. Also haben wir für KHS in der gesamten Baugruppe die Rollen mit unserer Kunststoffummantelung ausgestattet“, sagt Florian Blömker, zuständiger Außendienstmitarbeiter bei Igus.

    Weitere Rollen führen die Etiketten in die Maschine. Sie sitzen in Carbonrohren mit Xiros-Kugellagern, sind wartungsfrei und selbstschmierend. Dank geringer Selbsthemmung und niedrigem Gewicht laufen die Umlenkrollen bis zu 82 000 Etiketten pro Stunde ein – bei 16 km/h Drehgeschwindigkeit.

    Auch die Etikettiereinheit selbst lässt sich leicht verschieben. Ein eigens für KHS entwickeltes Linearmodul trägt das 600 kg schwere Bauteil auf drei Punkten: vorn auf einer Drylin SLW-1660, hinten auf zwei Drylin-WSQ-16-Führungen. Die Gleitlager absorbieren Vibrationen und kommen ebenfalls ohne Schmierung aus.

    Bewährte Praxis

    Vor der Entscheidung informierte sich Andreas Ullrich online über die Igus-Produkte. „Es ist sehr hilfreich, dass alle wichtigen technischen Informationen direkt auf der Website zur Verfügung stehen. Bei manchen Herstellern kommt man ohne Nachfrage gar nicht weiter“, erzählt er. Nach Beratung fand KHS die passenden Gleitlager und -folien. Besonders die Gleitlager überzeugten in der Montage durch ihre Robustheit.

    „Der Preis war für uns ebenfalls ein wichtiger Faktor. Buntmetalllager kommen da einfach nicht mit“, sagt Ullrich. Auch die Rollen mit Iglidur-Ummantelung bewährten sich: KHS testete sie ein Jahr lang im Kundenbetrieb – kaum Verschleiß. Sie laufen so gut, dass KHS sie nun auch in anderen Anlagen einsetzt. „Bevor wir hier die Igus-Rollen eingesetzt haben, musste alle vier Stunden die Zentralschmierung erfolgen. Darauf kann KHS nun komplett verzichten“, berichtet Blömker. Jeder Iglidur-Werkstoff besitzt eigene Stärken.
    Im InnoPET Triblock trotzen die Lager hohen Belastungen und Temperaturen
    bis 50 °C. Die selbstschmierenden Lager und Folien halten diesen Bedingungen mühelos stand. „Für die Zukunft werden die Anforderungen an unsere Anlagen und die eingesetzten Produkte weiter steigen. Unsere Kunden möchten noch höhere Geschwindigkeiten, mehr Leistung und niedrigere Flaschengewichte. Diese Wünsche wollen wir gemeinsam mit
    Igus erfüllen“, sagt Cornelius Adolf abschließend.

    www.prozesstechnik-online.de

    Halle C2, Stand 462

    Autor: Bastian Mehr

    Sales Manager
    Packaging Industry,
    Igus

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