Kurze Umrüstzeiten, wenig Stillstand und hohe Flexibilität: Diese Anforderungen stellte Goodmills Deutschland an eine neue Abfüllanlage für Grieße und Mehle am Standort Mannheim. Die Anlage sollte in der Lage sein, Produkte in verschiedenen Granulationen in Sackgrößen zwischen 5 und 25 kg abzufüllen. Der Pneumatikpacker BVPV 4.40 erfüllt diese Anforderungen und sorgt durch die Auswertung von Prozessdaten zusätzlich dafür, dass die Effizienz künftig weiter gesteigert werden kann.
Mit einer Jahreskapazität von mehr als 180 000 t ist die Hildebrandmühle in Mannheim eine der größten Hartweizen-mühlen in Deutschland. Betreiber Goodmills Deutschland hat kürzlich das Werk erweitert und zu seiner Produktpalette Couscous und Bulgur als weitere Veredelungsstufen hinzugefügt. Damit ist das Unternehmen das einzige nördlich der Alpen, das diese Produkte im Wechsel mit anderen selbst herstellt und verpackt.
„Wir haben eine große Bandbreite an Produkten, die mit einer Anlage abgefüllt werden – über Grieße in verschiedensten Granulationen, Mehle, Couscous in verschiedenen Granulationen bis zu Bulgur, der eher Richtung Schrot geht – also von ganz grob bis ganz fein ist alles dabei“, sagt Alexander Wieler, Werksleiter in Mannheim. Darüber hinaus sollte die neue Maschine mit nur kurzen Umrüst- und Stillstandszeiten sowohl unterschiedliche Produkte als auch unterschiedliche Sackgrößen zwischen 5 und 25 kg abfüllen können. „Eine große Herausforderung“, sagt Wieler.
Platzsparend und kompakt
Der Verpackungsmaschinenhersteller Greif-Velox hat mit dem Pneumatikpacker BVPV 4.40 sowie ergänzenden Features eine Anlage entwickelt, die zu den Anforderungen von Goodmills Deutschland passt. Mit der Anlage lassen sich 4- bis 40-Kilogramm-Säcke eichgenau absacken. Je nach Anforderung kann die integrierte Sackunterstützung Flexchair auf die gewünschte Sackgröße eingestellt werden. Auch der Produktzufluss wird, kontrolliert durch ein Wägesystem, entsprechend gesteuert. Auf diese Weise wird nicht nur der Produktverlust durch ungenaue Abfüllung reduziert, sondern es kann auch platzsparend eine Maschine für verschiedene Produkte und Sackgrößen eingesetzt werden. „Zusammen mit den Palettierrobotern konnte Greif-Velox die kompakteste Anlage realisieren“, so Wieler. Zudem ist kein zeitraubendes Einjustieren bei Sackformatwechseln notwendig, sondern das Format kann nach der einmaligen Eingabe der Prozessparameter eingestellt werden. Gleiches gilt für den Produktwechsel. Auch hier können gespeicherte, sortenbezogene Maschinenparameter entsprechend problemlos wiederhergestellt werden.
Produktwechsel ohne Kontamination
Der schnelle und hygienische Produktwechsel wird durch das Restentleerungsverfahren mit speziellem Kesselauslauf ermöglicht. Unter anderem durch ein Luftspülsystem und ein Förderband für den Abtransport von Produktresten verbleibt nach dem Abfüllprozess nur eine sehr geringe Restproduktmenge im Kessel. Zudem ist die Anlage mit einem pneumatisch aufklappbaren Restentleerboden ausgestattet. „Die Anlagen sind darauf ausgelegt, sehr gut leer zu fahren“, sagt Wieler. „Das reduziert die Reinigungszeiten erheblich.“




