Technologische Spitzenleistungen reichen nicht aus, um die Lebensmittel- und Getränkeindustrie fit für die Zukunft zu machen. Erst die Kombination aus innovativen Technologien und flexibler Finanzierung bietet Unternehmen einen nachhaltigen Weg zur Modernisierung, Automatisierung und Digitalisierung ihrer Prozesse.
Energieverbrauch, Kosten und CO2-Ausstoß runter, Effizienz, Produktivität und Rentabilität rauf – das Grundrezept zur Krisenfestigkeit ist simpel. Für die Umsetzung gilt das leider weniger, auch wenn eine neue Generation digitaler Technologien Lebensmittel- und Getränkeherstellern in die Lage versetzt, alle Datenpunkte ihrer Anlagen und Kontrollsysteme miteinander zu vernetzen und so einen ganzheitlichen Überblick über die Performance einer Fabrik zu erhalten. Durch die Vernetzung können Probleme und Effizienzlücken schneller erkannt und kontinuierliche Verbesserungen bis hin zu einer weitergehenden Automatisierung der Produktionsabläufe angestoßen werden.
Potenziale der Digitalisierung nutzen
Der Weg zu mehr Effizienz, höherer Flexibilität und nachhaltiger Kostensenkung in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie führt folglich über eine durchgängige Digitalisierung der Produktion. Denn nur, wenn alle Prozesse optimal ineinandergreifen und alle Anlagenteile zuverlässig miteinander kommunizieren, können sie mehr produzieren und gleichzeitig Ressourcen schonen. Mit der optimalen technischen Ausstattung lassen sich aufkommende Probleme im Produktionsprozess schneller lösen, definierte Prozessparameter besser einhalten, Rohstoffverluste und der Energieeinsatz minimieren und die Kosteneffizienz sowie die Produktivität steigern.
Gerade bei überschaubaren Gewinnspannen können selbst relativ kleine Verbesserungen in den genannten Bereichen signifikante Beiträge zur Verbesserung des Betriebsergebnisses leisten. Für viele Unternehmen stellt sich jedoch die Frage, wie sie trotz unsicherer Märkte mit Optimismus in technologische Verbesserungen investieren können. Dass sie eigene Mittel weiterhin nur zurückhaltend einsetzen, behindert zusätzlich die notwendigen Investitionen in Technologie und digitale Lösungen.
Dabei drängt die Zeit, wie eine kürzlich von Siemens Financial Services (SFS) durchgeführte Studie zeigt. Ihr zufolge schließt sich das Zeitfenster zur Verschaffung von Wettbewerbsvorteilen durch Investitionen in die Digitalisierung immer mehr. Der „Wendepunkt” liegt in etwa fünf Jahren. Ab dann werden Unternehmen zu Nachzüglern und müssen mit einer mühsamen Aufholjagd beginnen.
Flexible Finanzierung als Schlüssel
Was können Technologieanbieter und Finanzierer tun, um Lebensmittel- und Getränkeherstellern zeitnah Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung zu erleichtern?




