Alle Instrumente für die Durchflussmessung, vom einfachen Flügelradsensor bis zum modernen Coriolis-Durchflussmesser, sind mit mindestens einer Beschränkung behaftet, die ihre Verwendungsmöglichkeiten beeinträchtigen kann. Etliche Typen verfügen über bewegliche Teile, die mit dem Fluid in Kontakt stehen, was sowohl ein Durchflusshemmnis darstellt, als auch Probleme für Hygiene und Reinigung bedeuten kann. Der Ruf nach modernen kontaktlosen Messmethoden führte zu Fortschritten bei der Ultraschall- und der Coriolis-Durchflussmesstechnik. Doch selbst diese Instrumente weisen Beschränkungen auf. Ultraschallmessgeräte verwenden entweder den Dopplereffekt oder Laufzeitmessungen, um den Gas- oder Flüssigkeitsdurchfluss zu messen. Die Anschaffungskosten sind hoch und die Geräte, die mit Dopplereffekt arbeiten, sind für reine Flüssigkeiten ungeeignet, weil sie Partikel oder Blasen für die Signalreflexion benötigen, während diejenigen mit Laufzeittechnologie gerade auf reine Fluide angewiesen sind. Natürlich sind Kombinationen möglich, bei denen zunächst der Fluidzustand ermittelt und dann die geeignete Messmethode bestimmt wird. Allerdings führt das auch wieder zu höheren Kosten. Darüber hinaus kann die Präzision der Ultraschallmessung bei einem sehr langsam fließenden Fluid leiden.
Coriolis-Massendurchflussmesser (CMD) gelten aufgrund ihrer vielseitigen Einsatzmöglichkeiten für Fluide und Gase als die beste Lösung für die meisten Spezifikationen. Allerdings können die Anschaffungskosten sehr hoch ausfallen und auch sie haben ihre Beschränkungen. Ein Coriolis-Massendurchflussmesser verursacht aufgrund seiner Konstruktion einen Druckverlust quer zum Instrument, was die Obergrenze des Messbereichs herabsetzen kann. Der Druckverlust erhöht sich mit der Durchflussmenge und der entsprechenden Geschwindigkeit im Instrument. Außerdem machen es Größe und Gewicht des Coriolis-Massendurchflussmessers erforderlich, das Instrument im Rohr sorgfältig zu verankern. Es benötigt mehr Platz als andere Durchflussmesser, die Rohre müssen besser befestigt werden und das Ganze erfordert mehr Installationsaufwand.
Das Funktionsprinzip des magnetisch-induktiven Durchflussmessers (MID) beruht auf dem Faradayschen Gesetz der elektromagnetischen Induktion. Dabei ist die gemessene Spannung proportional zur Durchflussgeschwindigkeit. Allerdings können hier Präzisionsprobleme bei geringer Fließgeschwindigkeit auftreten. Das Prinzip des MID beruht, je nach Typ und Design, mehr oder weniger auf der elektrischen Leitfähigkeit des Fluids und Anwendungen mit Kohlenwasserstoffen oder deionisiertem Wasser sind gar nicht realisierbar. Die Tatsache, dass die Rohrleitungen bei Verwendung eines MID auf ganz spezielle Weise geerdet sein müssen, erhöht die Komplexität der Anlage insgesamt. Und Fehler bei der Umsetzung führen zu fluktuierenden Signalen. Schließlich muss das Fluid bei dieser Technologie auch noch blasenfrei sein, damit die Daten zuverlässig und gleichbleibend stimmig sind. Für die Durchflussmessung von Flüssigkeiten existierte eindeutig ein Bedarf an kompakten, kontaktfreien Messgeräten mit hoher Präzision, die unabhängig von den Eigenschaften des Mediums, seiner Fließrichtung und seiner Fließcharakteristika arbeiten.




