Das Prinzip, Verpackungsmaschinen als Baukasten anzubieten und damit höchstmögliche Flexibilität bei Toploading-Aufgaben zu erzielen, bildet den Ursprung der erfolgreichen Unternehmensgeschichte von Schubert seit der Gründung vor 50 Jahren. Seitdem hat das Familienunternehmen den modularen Maschinenaufbau immer weiter perfektioniert. Mit dem jetzt auf der Fachpack in Nürnberg vorgestellten Flowmodul hat Schubert ein weiteres Aggregat für den Primärverpackungsprozess entwickelt. Durch diese Innovation ist der Crailsheimer Verpackungsmaschinenbauer nun in der Lage, auch das Verpacken von Schlauchbeuteln vollständig in sein modulares Maschinenkonzept zu integrieren. Um einen möglichst effizienten und flexiblen Verpackungsprozess von der Produktherstellung bis zur Palettierung zu gewährleisten, entspricht das neue Modul in allen Belangen dem TLM-Gedanken hinsichtlich der Steuerung, der Antriebstechnik und der Mechanik.
Wie alle Schubert-Systemkomponenten ist auch das Flowmodul schaltschranklos. Im neuesten Modul der TLM-Maschinen kommt deshalb die gleiche Steuerungs- und Antriebstechnik wie bei den bisherigen Aggregaten zum Einsatz. Somit lässt sich das Schlauchbeutelaggregat gemeinsam mit den gesamten Linienelementen über ein einziges HMI-Interface bedienen. Die Servoverstärker sind platzsparend an den Antrieben installiert. Der Drucker zum Aufbringen von Produktcodes ist ebenfalls im Flowmodul integriert und trägt zum kompakten Maschinendesign bei.
Den Bedienkomfort haben die Entwickler sichergestellt, indem das TLM-Aggregat von einer Seite aus voll zugänglich ist. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn das von Schubert patentierte Gegenlaufprinzip Anwendung findet. In einem solchen Fall befindet sich das Produktzuführband direkt hinter dem im TLM-Gestell integrierten Flowmodul.
Bei der überwiegenden Mehrzahl der auf dem Markt erhältlichen Schlauchbeutelanwendungen werden die Produkte mechanisch z. B. über Austragebänder, Schikanen oder Riemen zugeführt. Dadurch gelangen häufig defekte Produkte in die Produktzuführung der Schlauch-beutelmaschine und können Störungen verursachen. Im schlimmsten Fall können beschädigte Produkte in den Handel gelangen. Schubert hat diese Herausforderungen bewältigt, indem Bilderkennung, Pick-and-Place-Roboter und Flowmodul in einem System verschmelzen. Der Scanner erkennt Position, Drehlage, Form, Farbe und sogar das Volumen jedes einzelnen Produkts und übergibt die Daten der Produkte, die die Qualitätskontrolle passiert haben, an die F4-Roboter. Diese wiederum picken nur die einwandfreien Produkte sorgfältig vom laufenden Produktband auf und positionieren sie in das Zuführsystem des Flowmoduls. „Schlechte“ Produkte verursachen somit keine Maschinenstörungen mehr und gelangen unter keinen Umständen in die Verpackung.




