Lebensmittel mit einem hohen Verarbeitungsgrad, wie etwa Fleisch oder Fertiggerichte, sind für Metallverunreinigungen besonders anfällig. Gerade bei gekühlten, salzigen oder feuchten Produkten ist die Inspektion jedoch besonders anspruchsvoll, da sie, wie Metall selbst, leitfähig sind. Beim Durchlaufen des Metallsuchsystems erzeugen sie somit ähnliche Signale wie metallische Fremdkörper. Dieser sogenannte Produkteffekt stellt für herkömmliche Metallerkennungssysteme eine große Herausforderung dar und ließ sie bei der Kontrolle bisher oftmals versagen. War die Erkennungsempfindlichkeit in der Vergangenheit nicht hoch genug eingestellt, blieben metallische Verunreinigungen zum Teil unerkannt. Wurde das System hingegen zu empfindlich kalibriert, führte dies zur kostspieligen Ausschleusung fehlerfreier Produkte.
Um diese Fehlausschleusungen zu vermeiden und dennoch kleinste, auch unregelmäßig geformte Teilchen zu detektieren, arbeitet das Metallsuchgerät mit der simultanen Mehrfrequenztechnologie (MFS). Sie erfasst Signale auf mehreren Frequenzen gleichzeitig und modifiziert im Zusammenspiel mit einer speziellen Software das Produktsignal so, dass es dem eines nicht leitfähigen Erzeugnisses entspricht. Das Metallsuchsystem vergleicht dabei nicht nur das Signal des gerade inspizierten Produkts mit dem eingespeicherten Referenzwert, sondern wendet die Produktsignalunterdrückung bei jedem einzelnen Untersuchungsobjekt an.
Erste Praxiserfahrungen zeigen: Durch das Ausblenden des Produktsignals erhöht sich die Erkennungsempfindlichkeit bei sämtlichen leitfähigen Produkten um bis zu 50 %. Außerdem reduzieren sich die Fehlausschleusungen bei Fleisch- und Geflügelerzeugnissen um bis zu 95 %.
Ein Szenario, bei dem das Profile Advantage seine Stärke ausspielen kann, ist zum Beispiel die Metalldetektion von Würsten, die mit Metallclips verschlossen sind. Das System lässt sich so kalibrieren, dass es zwischen den Clips und ungewünschten Verunreinigungen unterscheiden kann. Damit ist eine sichere und wirtschaftliche Kontrolle gewährleistet. Selbst bei Waren, die in metallisierter Folie verpackt sind, kann der Detektor das Produktsignal erfolgreich unterdrücken.
Damit die Signalunterdrückung an der Linie reibungslos funktioniert, wird das Metallsuchgerät vor der Untersuchung eines neuen Produktes zunächst angelernt. Dieser Vorgang nimmt dank der intuitiven Cluster-Technologie mit Autolearn-Modus weniger Zeit in Anspruch als bei herkömmlichen Systemen, weil sich verschiedene Produktgruppen unter einer Einstellung zusammenfassen lassen. Produktionsleiter müssen das Gerät nicht zeitaufwendig nachjustieren und erzielen bereits bei der Erstkonfiguration das Maximum an Suchgenauigkeit. Produktwechsel sind somit schnell und einfach durchführbar.




