Dr. Arne Gaiser, Dipl.-Ing. Peter Simon
Die Lurgi Oel Gas Chemie GmbH und die Lurgi Umwelt GmbH – Tochtergesellschaften der Lurgi AG – planen und errichten unter anderem Anlagen für die Mineralölindustrie, die Gasindustrie, die Petro- und Feinchemie sowie die Entsorgung von Müll, Klärschlamm und Abwasser. Die rationelle und termingerechte Abwicklung solcher Aufträge erfordert transparente Arbeitsabläufe, eine einheitliche Datenbasis sowie eine abgestimmte Zusammenarbeit mit den anderen Lurgi Tochterunternehmen, externen Ingenieurbüros und Herstellern. Die Lurgi Oel Gas Chemie GmbH und die Lurgi Umwelt GmbH haben sich entschlossen, das Dokumenten- und Workflowmanagementsystem Pro*File zur Sicherstellung eines durchgängigen Informationsflusses und einer einheitlichen Vorgehensweise einzusetzen.
Im Zentrum der für Lurgi realisierten Lösung steht eine leistungsfähige, rasch an die spezifischen Auftragsanforderungen anpaßbare Projektverwaltung, die die Zusammenarbeit mit externen Partnern transparent macht und effizient steuert.
Mit Pro*File werden alle im Engineering-Prozeß anfallenden Unterlagen, Pläne und Fließbilder sowie das komplette Schriftgut nach einem einheitlichen Schema verwaltet. Die leistungsfähige Client-Server-Struktur basiert vollständig auf Windows NT und der Datenbank Microsoft SQL Server. Im Engineering-Bereich setzt Lurgi überwiegend AutoCAD- und MicroStation-Lösungen ein, die mit Pro*File kompatibel sind.
Für die leistungsfähige Projektverwaltung mit Pro*File stehen projektübergreifende Strukturen und Strukturen, die sich individuell auf einen Kundenauftrag beziehen bereit. Projektübergreifende Strukturen sind unter anderem Referenztabellen oder eine flexible Benutzer- und Rechteverwaltung. Referenztabellen schaffen einen einheitlichen Rahmen für die in den Projekten verwendeten Begrifflichkeiten und ermöglichen die Abwicklung der Projekte nach einem unternehmenstypischen Vorgehensmodell. Innerhalb eines Projektes hingegen werden projektspezifische Masken, Verzeichnisstrukturen und Sachmerkmalleisten für technische Dokumente wie CAD-Zeichnungen und Schriftgut verwaltet. Für jede Dokumentart stehen optimal abgestimmte Bedienoberflächen und Funktionen zur Verfügung.
Jedes Projekt verfügt über eine eindeutige Nummernsystematik, unter der sich die Dokumente systematisch ablegen und rasch wiederfinden lassen. Die Ablage von Schriftgut erfolgt nach einem zweistufigen Schlüssel, die von technischen Dokumenten nach einem mehrstufigen Schlüssel. Der Schriftgutschlüssel setzt sich aus der Laufrichtung des Dokuments und einem laufrichtungsabhängigen Zähler, der automatisch mit jedem neuen Dokument hochgezählt wird, zusammen. So besagt beispielsweise der Schriftgutschlüssel „LF_LAC09“, daß das neunte Schriftstück des Projektes von der Lurgi Frankfurt (LF) zur Lurgi Chemnitz (LAC) verschickt wurde. Technische Dokumente sind mit zwei eindeutigen Schlüsseln klassifiziert, einem Lurgi-internen Schlüssel und einem Kundenschlüssel. Der Lurgi interne-Schlüssel setzt sich aus sechs Feldern sowie einem Revisionsindex zusammen, der mit der Erzeugung einer Revision automatisch hochgezählt wird. An die Schlüsselvergabe sind verschiedene Prüfmechanismen und Automatismen geknüpft. Der Kundenschlüssel kann individuell nach den Vorgaben des Kunden gebildet werden und aus mehreren Feldern bestehen.




