Wenige Wochen vor Beginn der Prosweets Cologne könnten die Konjunkturaussichten kaum besser sein, denn die globale Süßwarenindustrie boomt. So erwarten die Marktforscher von Globaldata, dass die weltweite Nachfrage bis 2021 pro Jahr im Schnitt um 4,6 % wächst. Das bedeutet immer mehr Rezepturen, saisonale Spezialitäten und originelle Verpackungen, die am Point of Sale für Aufmerksamkeit sorgen müssen.
Herausforderungen für KMUs
Für kleinere und mittelständische Produzenten stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, wie sie die dafür nötige Flexibilität erreichen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Hinzu kommt die hohe Produktqualität, die als Schlüsselanforderung bei Süßwaren und Snacks durch eine konsequente Überwachung der Hygiene über den gesamten Prozess sichergestellt sein muss.
Industrie 4.0 sorgt für Effizienz
Die Voraussetzung für die geforderte Effizienz schaffen Industrie-4.0-Technologien, die die Anlagen permanent in Richtung Selbstdiagnose und Fehlerbehebung verbessern. Ein Beleg dafür sind die bis ins letzte Detail durchdachten Verpackungsmaschinen für kleinstückige Süßwaren, ein Spezialgebiet vieler Aussteller in Köln.
Für saisonale Produkte ausgelegte Verpackungsmaschinen
Die jüngste Generation der digitalen Falteinschlagmaschinen oder Toploading- und Displaykartonierer ist komplett servogetrieben und basiert auf einem hochmodularen Konzept, das sich durchgängig über Mechanik, Elektrik und Software erstreckt. So können die High-End-Linien schnell und einfach zwischen verschiedenen Formaten und Einschlagarten wechseln – eine Eigenschaft, die vor allem Herstellern zugute kommt, die saisonale Waren wie Osterpralinen oder Schokoladenkugeln zu Weihnachten im Sortiment haben.
Siegeszug der Servotechnik
Einzug halten servoelektrisch angetriebene Achsen auch in Hohlkörperanlagen. Die hohe Flexibilität bei der Parametrierung ermöglicht es, schwierige Geometrien mit einer gleichmäßigen Schalendicke herzustellen – wie einen Hasen mit leicht abgewinkelten Ohren. Das Beispiel zeigt: Industrie 4.0 erstreckt sich auf dem Kölner Messegelände nicht allein auf die Innovationen im Packaging-Bereich.
Vernetzte Süßwarenmaschinen
Süßwarenmaschinen werden zunehmend digital vernetzt und mit Sensoren ausgestattet, die eine Fülle von Daten bereitstellen. Dies umfasst Aspekte wie die Unterstützung der Wartungs- und Reinigungsprozesse oder aktive Hinweise auf Service- und Wartungsintervalle durch die Maschine selbst. Die Besucher der Prosweets Cologne können diese Entwicklung live direkt an den Ständen, aber auch virtuell an Bildschirmen oder mittels Augmented-Reality-Brillen erleben.




