Hersteller von Baby- und Kleinkindnahrung auf Milchbasis müssen bei ihren Pro-dukten auf höchste Reinheitsstandards achten. Um die Hygieneanforderungen noch besser erfüllen zu können, entschied sich die Hochdorf Swiss Nutrition AG für eine Prozessmembranpumpe Triplex G3F in aseptischer Ausführung von Lewa. Damit ist das Unternehmen in der Lage, die hergestellten Milchkonzentrate zuverlässig und sicher zu fördern sowie mengengenau zu dosieren und weiterzuverarbeiten.
Aufgrund der hohen Hygieneanforderungen an die Produktion von Kinder- und Säuglingsnahrung sind ständig Anpassungen an neue gesetzliche Vorgaben notwendig. „Es ist daher essenziell, die einzelnen Komponenten in unserem Werk perfekt aufeinander abzustimmen, damit höchste Reinheitsvorgaben erfüllt und darüber hinaus
eine konstante Produktqualität gewährleistet werden“, erklärt der verantwortliche Plant Manager der Hochdorf Swiss Nutrition AG. „Aus diesem Grund waren die Referenzen von Lewa zu ähnlich hygienisch anspruchsvollen Anwendungen wichtig bei der Entscheidungsfindung für die Membranpumpentechnologie.“
Dies gilt besonders in der Produktion von Spezialmilchpulver für Säuglinge und Kleinkinder. Bei der Herstellung dieser Produkte wird der Vollmilch, die zu etwa 87 % aus Wasser besteht, die Flüssigkeit entzogen. Dabei erfolgt im ersten Schritt unter produktschonenden Vakuumbedingungen die Herstellung eines Milchkonzentrats, das in Bezug auf die Hygiene sehr kritisch ist. Das fertige, konzentrierte Halbfabrikat, wird anschließend zur weiteren Verarbeitung in einen Reinraum befördert in dem die abschließende Trocknung stattfindet. Für diesen wichtigen Schritt wurde bisher eine Kolbenpumpe eingesetzt, die jedoch aufgrund ihres Aufbaus und ihrer Funktionsweise nicht optimal für die Anwendung geeignet war. „Da die Kolben der Pumpe mit Wasser gekühlt werden mussten, bestand ein hohes Rekontaminationsrisiko für das Fertigprodukt, das im Fall einer Kontamination nicht verkauft werden kann und entsorgt werden muss. Aus diesem Grund suchten wir nach einer Lösung, die ohne eine Kolbenspülung auskommt“, führt der Plant Manager weiter aus.
Die Wahl fiel auf eine Triplex-G3F-Prozess-membranpumpe. Mit seinen Triplex-Aggregaten hat Lewa eine Pumpenreihe im Repertoire, die speziell für die hohen Drücke sowie Förderströme des lebensmittel- und fettverarbeitenden Bereichs ausgelegt ist,
sodass die geforderte Durchsatzmenge von 4000 l/h bei 250 bar kein Problem darstellte. Zudem verfügt die G3F über insgesamt drei speziell für die aseptische Anwendung bei Hochdorf ausgewählte M9-Pumpenköpfe. Diese zeichnen sich durch ihre PTFE-Sandwichmembranen aus, die eine hohe
Betriebssicherheit bei vergleichsweise geringem Wartungsaufwand garantieren. Die hermetische Dichtheit der Pumpe mit entsprechender Systemanbindung sorgt dabei für eine sterile Förderung des Produkts. Sämtliche fluidberührten Oberflächen bestehen aus hochfestem DIN-1.4571-Edelstahl und sind gemäß der Hygieneanforderungen mit einer Oberflächenrauheit von Ra 0,5 µm ausgeführt. „Auf der Saug- sowie Druckseite befindet sich eine Sammelverrohrung, die auf Kundenwunsch mit Drucktransmitter in aseptischer Ausführung versehen wurde“, erklärt Pietro Pettoruto, Vice Director bei
Lewa Schweiz. „Sowohl die Sammelleitung als auch die Flansche wurden zur besseren Reinigbarkeit mit einer Oberflächenrauheit von Ra 0,8 µm ausgeführt. Somit kann,
gemäß der gewünschten Hygienic-Design-Vorgabe, höchste Betriebssicherheit gewährleistet werden.“




