Die zuverlässige Bestimmung des Fremdwassergehalts in Milch erfordert Messgeräte, die auch unter hohen Umgebungstemperaturen und bei Druckschwankungen reproduzierbare Ergebnisse liefern. Funke-Dr. N. Gerber Labortechnik hat den Cryostar automatic technisch weiterentwickelt: Ein neues Kühlsystem, ein integrierter Drucksensor und eine verbesserte Elektronik sorgen für stabile Messergebnisse bei Raumtemperaturen bis 40 °C.
Bei der Milchgewinnung kommt es regelmäßig zu unerwünschten Wasserzugaben. Die Reinigung von Melkanlagen, Milchtanks und Tanklastwagen führt zwangsläufig zu einer Beimischung von Wasser. Daher ist die messtechnische Erfassung von Wasserzusätzen ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätskontrolle von Milch. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Gefrierpunktbestimmung, ein etabliertes Verfahren, mit dem sich Verfälschungen durch Wasser oder auch Störungen in der Milchverarbeitung zuverlässig und schnell aufdecken lassen. Die Herausforderung besteht darin, dass die eingesetzten Geräte nicht nur schnelle und reproduzierbare Ergebnisse liefern müssen, sondern auch äußeren Einflüssen wie Temperaturschwankungen oder Raumtemperaturen von deutlich über 30 °C standhalten sollen – ohne dass es durch unzureichende Probenkühlung zu Abweichungen kommt.
Mithilfe der Gefrierpunktbestimmung (Kryoskopie) wird der Fremdwassergehalt in Milch ermittelt. Idealerweise arbeiten die dafür eingesetzten Geräte schnell und präzise und bleiben zugleich unempfindlich gegenüber externen Einflüssen wie hoher Umgebungstemperatur oder Luftdruckschwankungen. Funke-Gerber hat den bewährten Cryostar automatic daher in entscheidenden Punkten weiterentwickelt. Erstmals ist das Gerät mit einem integrierten Drucksensor ausgestattet, der ein Warnsignal auslöst, sobald der Luftdruck stark schwankt oder Werte erreicht, die die Messung beeinträchtigen könnten.
Schnelles Probenhandling
Ein Rundmagazin mit Platz für zwölf Proben ermöglicht eine automatische Abarbeitung in Serie. Bereits nach 90 Sekunden liegt je nach Einstellung das erste Ergebnis vor, sodass ein maximaler Probendurchsatz von bis zu 40 Proben pro Stunde möglich ist. Auch die Kühleinheit wurde überarbeitet: Eine neue Ansteuerungselektronik reduziert die Abwärme, während ein verbesserter Wärmeabtransport präzise Messungen selbst bei Raumtemperaturen von bis zu 40 °C gewährleistet.
Im definierten Messbereich verhält sich das Gerät streng linear. Funke-Gerber garantiert eine durchgehende Linearität von -1,5 bis 0 °C bei einem Linearitätsfehler von weniger als 0,001 °C. Damit entfällt selbst für Messungen außerhalb des Kalibrierbereichs eine zusätzliche Kalibrierung – ein Vorteil beispielsweise bei Analysen zur Bestätigung von Laktosefreiheit.




