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    Radar-Füllstandsensoren für Rohstofftanks
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Radar-Füllstandsensoren für Rohstofftanks

    Bei Döhler wird die Füllstandüberwachung von 105 Tanks grundlegend modernisiert. Durch den Einsatz stationärer Radar-Füllstandsensoren von Vega ersetzt das Unternehmen manuelle Messungen.
    Veröffentlicht
    22. Juni 2026
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Döhler verarbeitet Fruchtkonzentrate und „Not From Concentrate“ (NFC) zu wichtigen Halbfertigprodukten. Viele bekannte Getränkemarken nutzen sie als Grundlage für ihre eigenen Rezepturen – vom Supermarkt bis zur Gastronomie. Das deutsche B2B-Unternehmen Döhler betreibt weltweit 30 Standorte, darunter zwei in den Niederlanden: In Oosterhout entstehen Blends, in Roggel vor allem alkoholische Getränke.

    Rohmaterialhandling mit 105 Tanks

    Am Standort Oosterhout verarbeitet die Aufbereitungsabteilung große Mengen eingehender Rohstoffe. Die meisten davon kommen in flüssiger Form mit unterschiedlicher Viskosität an – ausgenommen einige Zusatzstoffe. Manche Stoffe werden in Fässern oder Behältern geliefert, häufigere oder lose Materialien hingegen per Tankwagen. Diese flüssigen Rohstoffe lagert das Werk in insgesamt 105 OV-Tanks.

    Die in Fässern angelieferten Stoffe werden nach dem Prinzip „just in time“ genau dann in die Produktionslinie eingebracht, wenn sie gebraucht werden. Die Materialien aus den Tankwagen hingegen werden meist zuerst in den OV-Tanks zwischengelagert.

    Nach der Verarbeitung in einer der zwölf Produktionslinien gelangen die Halbfertigprodukte in die Verpackungsabteilung, von wo aus sie an die Kunden verschickt werden. Die Verpackungsgrößen variieren dabei: Von großen IBC-Containern mit 1000 l und 250-l-Fässern bis hin zu kleineren Bag-in-Box-Behältern mit sechs bis zehn Litern.

    Bisher manuelle Messungen

    Die OV-Tanks fassen zwischen 50 und 1000 m3 Flüssigkeit. Bisher wurden ihre Füllstände mit einem einzigen tragbaren Radar-Füllstandsensor gemessen. Projektingenieur Niels van den Hooven erklärt:
    „Wir nutzten einen Radarsensor von Vega, der auf einem Stativ befestigt und auf der oberen Luke des Tanks platziert wurde. Jede Woche haben wir mehrere Tanks gemessen und die Daten per Excel in Volumen umgerechnet. Alle 105 Tanks konnten wir so nicht überprüfen. Einige waren wegen fehlender Plattformen gar nicht zugänglich. Dort haben wir die Füllstände anhand der Ein- und Ausgänge geschätzt – was in der Praxis oft ungenau war.

    Risiken ungenauer Schätzungen

    Zuverlässige Schätzungen setzen voraus, dass keine Materialverluste auftreten. Dies ist in jeder Fabrik eine unrealistische Annahme. Van den Hooven ergänzt: „Selbst kleine Verluste summieren sich über die Zeit oder viele Rezepte hinweg. Das macht die Schätzungen unzuverlässig.“ Diese Ungenauigkeiten führten zu Problemen: „Manchmal dachten wir, 25 t seien im Tank, tatsächlich waren es nur 20. Dann mussten wir schnell reagieren. Umgekehrt kam es auch vor, dass Tanks überfüllt wurden, weil mehr Material drin war als geschätzt. Das passiert, wenn der Überblick über die Bestände fehlt“, so Van den Hooven.

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    Stationäre Radar-Füllstandsensoren

    Der Bedarf an einer besseren Messmethode war offensichtlich. Das manuelle Vorgehen war zeitaufwendig und fehleranfällig. Van den Hooven erklärt: „Die Mitarbeiter, die messen, haben noch viele andere Aufgaben. Und bei dem heutigen Personalmangel brauchen wir eine zuverlässigere Lösung zur Füllstandüberwachung.“ Da Döhler bereits gute Erfahrungen mit dem tragbaren Radarsensor von Vega gemacht hatte, wandte sich das Unternehmen an Vega, um eine passende Lösung zu finden. „Der Sensor funktionierte hervorragend. Deshalb luden wir Vega ein, unsere Tanks zu prüfen. Schnell war klar: Vega ist die richtige Wahl. Sie bieten hochwertige Geräte zu wettbewerbsfähigen Preisen“, erinnert sich Van den Hooven.

    Vegapuls-Sensoren als Lösung

    Für Döhler erwiesen sich der Vegapuls C 23 und der Vegapuls 31 als ideale Lösung, da es bei Döhler keine Schaumbildung gibt, die Flüssigkeitsoberfläche stabil ist und die Rührwerke an den Tankseiten sitzen. Perfekte Bedingungen für die Vegapuls-Basic-Serie, die für weniger komplexe Anwendungen gemacht ist, aber dennoch die Zuverlässigkeit und Genauigkeit des High-End-Sensors Vegapuls 6X bietet.

    Döhler hat Schritt für Schritt damit begonnen, die Radarsensoren zu installieren und bereits 15 Tanks damit ausgestattet. „Unser Ziel ist es, alle 105 Tanks mit Sensoren auszurüsten, aber wir gehen es langsam an. Auch wenn Vega faire Preise bietet, bleibt es eine große Investition“, erklärt Van den Hooven. Die neueren Tanks in der Aufbereitungsabteilung sind bereits mit Vega-Sensoren ausgestattet.

    Für Tanks bis zu 15 m Höhe kommt der Vegapuls 31 zum Einsatz, bei größeren Entfernungen der Vegapuls C 23. „Wir haben den 31er für flachere Tanks gewählt und den C 23 für die höheren“, so Van den Hooven.

    Rationalisierter Installationsprozess

    Die Installation lief glatt. „Die größte Herausforderung war die Verkabelung, die hatte nichts mit den Sensoren zu tun“, erzählt Van den Hooven. „Viele Schalttafeln sind in Bodennähe, deswegen mussten lange Kabel bis zum Tankdeckel verlegt werden.“ Die Schweißarbeiten und Verkabelung übernahmen externe Auftragnehmer, während Vega die Sensoren kalibrierte.

    Jeder Sensor war in weniger als einer Stunde einsatzbereit, wobei die Einrichtung der Linearisierungstabellen zur Umrechnung der Entfernungsmessungen in exakte Volumen etwas mehr Zeit beanspruchte.

    Schulung und Betriebsvorteile

    Vega schulte das Döhler-Team, um die Sensoren optimal zu nutzen. Die Geräte sind zwar einfach zu konfigurieren, aber die Schulung hilft beim Umgang mit besonderen Situationen wie Fehlermeldungen oder bei der Frage, wann sofort gehandelt werden muss.

    Die Vorteile der Echtzeitüberwachung zeigen sich bereits: „Die Füllstände vom Schreibtisch aus sehen zu können, ist ein großer Fortschritt“, sagt Van den Hooven. Ein maßgeschneidertes Trendwatch-Tool verarbeitet die Füllstanddaten und berücksichtigt sogar die Flüssigkeitsdichte, um die Volumen präzise zu berechnen.

    Zukunftssichere Investition

    Während die Berechnung des ROI schwierig ist, betont Van den Hooven die betrieblichen Vorteile: „Diese Investition spart viele Arbeitsstunden, reduziert unnötige Tankwagenfahrten und verhindert Überfüllungen. Für uns geht es nicht nur um ROI, sondern darum, heutige Produktionsstandards sicherzustellen.“

    Vega Grieshaber KG, Schiltach

    Autor: Daniel Hangst

    Produktmanagement,

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