Wird ein nicht ganz unproblematisches Schüttgut wie beispielsweise Mehl, Zucker, Stärke oder Gewürze aus Silos, Bunkern, Wägebehältern, Mischern oder auch Big Bags ausgetragen, kommt es nicht selten zu unerwünschten Effekten im Austrags- oder Dosierprozess. Während Absperrorgane wie Schieber oder Klappen das Medium oftmals einklemmen, verpressen oder zerreiben, bringen Austragshilfen wie Dosierschnecken oder Zellradschleusen ähnlich unzuträgliche Nebenwirkungen mit sich. Die Flügelschleuse der Baureihe FS-M von Ebro Armaturen ist das Ergebnis genauer Analysen der verschiedenen Vorgänge während des Austrags- oder Dosierprozesses. Die rotierende Flügelschleuse wird zur Regulierung von Schüttgutströmen eingesetzt, um den gleichmäßigen und materialschonenden Medienaustrag zu gewährleisten. Sie erfüllt somit die erhöhten Anforderungen an Anlagenkomponenten im Powder-and-Bulk-Segment. Jedes Flügelpaar durchläuft das Gehäuse lediglich für Sekundenbruchteile in der Nulllinie des Gehäuses, sodass die Gefahr der Produktbeschädigung auf ein absolutes Minimum reduziert wird.
Durchgeleitete Materialien werden weder stirnseitig noch lateral an der Gehäusewandung entlanggeschabt und verpresst. So werden zum Beispiel Basilikumblättchen in ihrer Struktur erhalten und werden nicht zu Staub zermahlen. Fetthaltiges Milchpulver wird nicht zu Flöckchen verpresst, ätherische Öle bleiben in ihren Trägermedien erhalten und verflüchtigen sich nicht.
Wird die Flügelschleuse in pneumatischen Förderleitungen eingesetzt, homogenisiert sie den Produktfluss und lockert Stopfer auf. Dabei entsprechen die Einbaumaße den Normen der Absperrklappen mit entsprechend geringer Bauhöhe. Die Flügelschleuse FS-M kann somit selbst in eine bestehende Anlage ohne größere Anpassungsarbeiten eingebaut werden. Rohrquerschnitte bleiben zylindrisch, ein Wechsel auf quadratische Flansche ist nicht erforderlich. Der umlaufende Spalt zwischen Gehäuse und Flügelrad beträgt etwa 0,2 mm. Die Schleuse ist somit produktdicht.
Auch arbeitet die Flügelschleuse FS-M bedingt durch die Verwendung eines Elektroantriebs (auch in Atex) äußerst energieeffizient. Durch frequenzgeregelte Drehgeschwindigkeit fungiert die Flügelschleuse auch als Dosiereinheit, die volumetrisch arbeitet und zusätzlich das Überfüllen nachgeschalteter Prozessabschnitte wirksam verhindert. So können zum Beispiel Förderschnecken oder Schwingrinnen gleichmäßig mit der optimalen Produktmenge beschickt werden, ohne diese zu verstopfen. Bei schießenden Produkten unterbrechen die Flügelpaare den Produktstrom in kurz hintereinander folgenden gleichmäßigen Intervallen und verhindern so effektiv das Durchschießen des Produkts. Optional kann die Flügelschleuse mit einer orientierten Stopp-Funktion versehen werden. Nach dem „Abschalten“ der Schleuse fährt das nächstfolgende Flügelpaar in die Nulllage und verschließt die Leitung.




