Zu Recht schreibt man Schokolade eine ganze Reihe gesundheitsfördernder Eigenschaften zu. Trotzdem ist ein jährlicher Verbrauch von umgerechnet ca 90 Tafeln ernährungsphysiologisch natürlich nicht unbedenklich. Denn neben Inhaltsstoffen wie Antioxidantien enthält Schokolade bekanntlich einen relativ hohen Anteil Fett und vor allem Zucker. So schlägt eine 100-g-Tafel mit gut 500 kcal zu Buche, das ist ein Viertel des Tagesbedarfs eines erwachsenen Mannes. Durch den Saccharose-Anteil erhöht sich darüber hinaus die glykämische Wirkung eines Schokoladenprodukts. Das heißt: Durch den Verzehr steigt der Blutzuckerspiegel rasch an, fällt jedoch ebenso schnell wieder ab. Diese Blutzuckerschwankungen stehen in engem Zusammenhang mit Diabetes Typ 2-Erkrankungen, aber auch mit Übergewicht. Denn fällt der Blutzuckerspiegel relativ schnell ab, wird dem Gehirn ein Kohlenhydratdefizit suggeriert, das ausgeglichen werden muss. Die Folge: Wir verspüren ein Heißhungergefühl und greifen erneut zur Schokoladenpackung.
Ein hoher Saccharose-Anteil wirkt sich zudem negativ auf die Zähne aus, das gilt in besonderem Maße für Schokolade. Denn in der Regel wird diese zwischendurch ge-nascht und kaum einer putzt sich nach dem Verzehr gleich die Zähne. Der hohe Anteil leicht spaltbarer Kohlenhydrate lässt den pH-Wert im Mund ansteigen, sodass zahnschädigende Säuren entstehen.
Mittlerweile stehen jedoch Kohlenhydrate zur Verfügung, die sich für die Herstellung von Schokolade mit verbessertem Nährwertprofil bestens eignen. So gewinnt die Südzucker-Tochter Beneo-Palatinit zum einen den Zuckeraustauschstoff Isomalt, zum anderen das funktionelle Kohlen- hydrat Palatinose aus reinem Rübenzucker. Beide sorgen für gesündere Süße, wenn auch auf unterschiedliche Arten.
Mit dem Zuckeraustauschstoff Isomalt lässt sich kalorienreduzierte und gering glykämische Schokolade ohne den Zusatz von Zucker herstellen. Seine ernährungsphysiologischen Eigenschaften gehen auf eine sehr stabile Molekülbindung zurück, die vom Körper nicht vollständig gespalten werden kann. Nur teilweise verstoffwechselt, liefert Isomalt so nur die Hälfte der Kalorien von Saccharose und zeichnet sich durch eine äußerst geringe Blutzuckerwirkung (glykämischer Index von 2) aus. Insbesondere bei Milchschokolade fällt dies aufgrund ihres hohen Zuckeranteils ins Gewicht. Zum Vergleich: Normaler Haushaltszucker weist einen GI von ungefähr 60 auf, Traubenzucker (Glukose) dient mit einem Referenzwert von 100 als Messlatte. Isomalt-Schokolade ist somit auch für Diabetiker geeignet und kann entsprechend ausgelobt werden.
Aufgrund seiner stabilen Molekülbindung kann Isomalt im Mund nicht durch Plaquebakterien zersetzt werden, sodass keine zahnschädigenden Säuren entstehen. Im Gegenteil, der Genuss von Isomalt wirkt sogar positiv auf den Zahnschmelz: Indem der Speichelfluss angeregt wird, ändert sich dessen Zusammensetzung, was die Remineralisierung der Zähne fördert.




