Um sicherzustellen, dass seine Produkte den Spezifikationen entsprechen, suchte der Süßwarenhersteller nach einer Lösung zur geometrischen Prüfungen der Riegel. Nach den Worten von Detlef Klüssendorf, dem Geschäftsführer von Kdorf, ist das mit der inzwischen realisierten und im Einsatz befindlichen Maschine problemlos möglich.
„Zur Vermessung werden die Schokoladenriegel auf den kunststoffbeschichteten Edelstahlschlitten des Gerätes gelegt“ beschreibt Klüssendorf den Beginn der Prüfung. „Der Schlitten weist die notwendige Haftreibung zum Transport des Riegels auf und ist trotzdem leicht zu reinigen. Der Bediener kann dann über ein Drop-Down-Menü den Riegeltyp wählen, wodurch alle riegelspezifischen Parameter wie die Maße, Toleranzen und Graustufenübergänge automatisch eingestellt werden. Nach Verschließen der Sicherungsklappe wird das Vermessungsprogramm über einen Button gestartet und der Riegel automatisch in das Prüfgerät eingezogen.“
Ein integriertes Linearsystem beschleunigt den Riegel dabei innerhalb weniger Zentimeter, um ihn dann mit konstanter Geschwindigkeit unter zwei Zeilenkameras hindurchzubewegen. „Nach der Bildaufnahme durch die beiden Kameras mit telezentrischen Objektiven ermittelt das System die gemessenen Werte von Länge, Breite und Höhe der Schokoladenriegel zur Qualitätssicherung“, beschreibt der Kdorf-Geschäftsführer den weiteren Ablauf. Am Ende des Prüfprozesses fährt der Schlitten zur Sicherungsklappe zurück und der Riegel kann wieder entnommen werden.
Noch während der Riegel in die Ausgangsposition zurückfährt, werden am Bildschirm bereits die Draufsicht und Seitenansicht sowie alle Messergebnisse des Riegels dargestellt. Neben der Angabe der Messergebnisse mit einer Genauigkeit von 100 µm wird jeweils für die maximal gemessene Länge, Breite und Höhe des Schokoladenriegels durch rote bzw. grüne Markierungen deutlich angezeigt, ob das Prüfergebnis innerhalb der geforderten Toleranzen liegt oder nicht. „Aufgrund der unregelmäßigen Oberflächenstruktur wird der Riegel abhängig von der Größe an vielen hundert Punkten vermessen, aus denen dann die maximalen Maße abgeleitet werden“, erläutert Klüssendorf eine der Besonderheiten der Entwicklung.
Wird ein Riegel schräg auf die Auflage gelegt, sorgt die eingesetzte Software für eine exakte elektronische Ausrichtung der Bildaufnahme des Objekts in der Draufsicht. Bei zu schräger Auflage des Prüfobjekts zeigt eine Warnmeldung dem Bediener an, dass er den Riegel nochmals und in korrekter Lage einlegen muss.
Zur statistischen Auswertung werden die Prüf-resultate an ein weiteres Programm zur Qualitätssicherung übergeben. Das vollständige Prüfprotokoll mit allen gemessenen Werten sowie die Bildaufnahmen von Draufsicht und Seitenansicht speichert das System zu Dokumentationszwecken ab.




