Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist eine Stoffwechselstörung, die während der Schwangerschaft auftritt und etwa 5 bis 10 % aller Schwangeren betrifft. Gemäß der Amerikanischen Diabetes-Gesellschaft entwickeln etwa 30 % aller Frauen, die während der Schwangerschaft an Gestationsdiabetes gelitten haben, in den darauf folgenden Jahren einen manifesten Typ-2-Diabetes.
Schon in der 12. Schwangerschaftswoche sind die L-Carnitin-Plasmaspiegel deutlich verringert, und sie reduzieren sich bis zur Geburt noch weiter. Der erniedrigte Gesamt-L-Carnitin-Spiegel im Blut kommt vor allem durch eine signifikante Reduktion an freiem L-Carnitin zustande. Die Acyl-L-Carnitin-Fraktion bleibt mehr oder weniger unverändert. Ähnlich niedrige Gehalte an freiem L-Carnitin im Blut werden nur bei Patienten mit einem L-Carnitin-Mangel gefunden. Erniedrigte L-Carnitin-Plasmaspiegel führen zu einer Downregulation der Expression bestimmter Enzyme, die im Fettstoffwechsel eine Rolle spielen, nämlich CPT1, CPT2 und CRAT. Wenn die relativen mRNA-Mengen dieser Enzyme niedrig sind, steigen jedoch die Spiegel der freien Fettsäuren im Blut. In der Studie konnte gezeigt werden, dass eine Nahrungsergänzung mit L-Carnipure Tartrat die mRNA-Mengen dieser Enzyme bei Schwangeren wieder steigern kann.
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