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    Roboter falten Wellpappen-Origami
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Roboter falten Wellpappen-Origami

    Origami – Die Kunst des Papierfaltens ist in Japan entstanden und weltweit bekannt. Die Kunst des roboterbasierten Wellpappefaltens kann bei der Tricor
    Veröffentlicht
    18. Juni 2019
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Der Geruch von Pappe liegt in der Luft. Es wird bedruckt, gestanzt, gefaltet und geheftet, was das Zeug hält. Die Wellpappproduktion der Tricor Packaging & Logistics AG arbeitet so präzise wie ein Schweizer Uhrwerk. Im Sekundentakt laufen Schwerwellpappkartons für die Automobil-, Chemie- oder Investitionsgüterindustrie vom Band – und mittendrin: jede Menge Kuka-Roboter. „2004 haben wir einen Maschinenbauer mit der Entwicklung einer Sonderanlage beauftragt. In der Phase der Inbetriebnahme stand der Integrator jedoch unerwartet nicht mehr zur Verfügung und wir brauchten dringend die Unterstützung spezialisierter Fachkräfte“, erinnert sich Lothar Heinzelmann, Leiter des Bereichs Engineering Projects bei Tricor. Die Uhr tickte, die Produktion musste zum geplanten Termin starten. Einen kompetenten Ansprechpartner fand das Unternehmen im Kuka Customer Service.

    Schnelle Unterstützung

    „Nach der ersten Kontaktaufnahme mit Kuka stand keine 24 h später ein Mitarbeiter des Customer Service bei uns vor der Tür“, sagt Heinzelmann. Der Mitarbeiter aus dem Service-Bereich schloss die Grundkonfiguration der Anlage ab. Zunächst mussten die Programme neu erstellt werden, da diese beim Integratorwechsel verloren gingen. Nach der Wiederherstellung der Programmierung ging es vor allem darum, Taktzeit- und Ablaufoptimierungen vorzunehmen. Außerdem wurden Schutzbereiche definiert und die Inbetriebnahme der Anlage begleitet. „Durch das schnelle Einspringen des Kuka Customer Service konnte die Anlage termingerecht fertiggestellt werden“, sagt Heinzelmann. Seitdem hat das Unternehmen für alle Kuka Roboter Serviceverträge beim Customer Service abgeschlossen. Der Customer Service steht seinen Kunden nicht nur bei Krisensituationen zur Seite, auch bei der Integration kann er seinen Kundenkreis von Anfang an unterstützen: Von der Offline-Simulation über die Auswahl des richtigen Roboters bis zur Optimierung von Produktionsanlagen. Der Service deckt alle Schritte bis zur Inbetriebnahme ab.

    Auf den richtigen Knick kommt es an

    „Durch unseren Servicevertrag stehen wir in regem Austausch und haben bereits zwölf weitere Konfektionierungsanlagen gemeinsam entwickelt“, sagt Heinzelmann. Für das Handling von Sonderverpackungen ist in Bad Wörishofen etwa ein KR Quantec zuständig. Bei den Verpackungen handelt es sich um speziell von Tricor entwickelte Wellpappkartons, die einen integrierten Automatikboden beinhalten und sich somit einfach und schnell aufstellen lassen. Der Roboter faltet die Bodenteile der Kartons und setzt diese zusammen. Dazu ist er mit einem knickbaren Vakuumgreifer ausgerüstet, mit dem er die Bodenteile der Kartons präzise faltet und dem weiteren Produktionsprozess zuführt.

    Das jüngste gemeinsame Projekt: Ein sensitiver Kuka LBR iiwa findet seinen Einsatz beim Falten und Heften von Kartonzuschnitten, die als Wickelpolster Bestandteil einer Verpackung für die Automobilindustrie sind. Die Wellpappbögen werden dazu über ein Magazin in den Arbeitsbereich des Leichtbauroboters befördert. Mit einem Greifer nimmt der sensitive Roboter den Kartonzuschnitt auf und bricht ihn an der Sollbruchstelle. Anschließend platziert er den Zuschnitt in einer Halterung und faltet, wie beim Origami, aus der Grundform ein dreidimensionales Objekt. Das gefaltete Wickelpolster in Form eines Quadrats führt der Roboter daraufhin einem Heftkopf zu und legt das geheftete Teil an einer Ablagestation ab.

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