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    Robotik für den Mittelstand
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    Technik

    Robotik für den Mittelstand

    Robotik ist nur für große Firmen – doch das ist ein Irrtum! Viele moderne Automatisierungstools und -technologien sind auch für KMUs erschwinglich.
    Veröffentlicht
    24. Februar 2025
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Robotik ist nur für große Firmen – so mag manches kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) hierzulande denken. Doch das ist ein Irrtum! Viele moderne Automatisierungstools und -technologien sind erschwinglich und skalierbar, sodass KMU klein anfangen und schrittweise weitere Aufgaben mit den flinken Helfern automatisieren können.

    Laut Zukunftspanel Mittelstand des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) sieht derzeit fast jedes zweite der 426 befragten Unternehmen den Fachkräftemangel als größte Herausforderung. Es folgen Wettbewerbs- und Digitalisierungsdruck sowie Bürokratieaufwand. In ganz Europa haben Firmen zunehmend Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen. Das gilt insbesondere für Aufgaben wie Materialhandling oder den manuellen Transport. Fehlende Ressourcen erschweren die proaktive Bewältigung von Produktionsengpässen oder ungeplanten Ausfallzeiten, was wiederum zu Effizienzverlusten führt, die Produktivität, Umsatz und auch Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Die Analysten von PwC sprechen von Umsatzeinbußen für die deutsche Wirtschaft infolge des Fachkräftemangels von rund 65 Mrd. Euro pro Jahr.

    Robotik muss nicht kompliziert sein

    Robotertechnologie kann Lebensmittelunternehmen verschiedenster Branchen und Größen unterstützen, derartige Hürden Schritt für Schritt anzugehen. Das Problem: Viele KMU agieren zu abwartend und ängstlich. Das liegt zum einen daran, dass sie hohe Kosten und lange Kapitalrenditen (ROI) fürchten, zum anderen, dass es an Automatisierungsknowhow mangelt. Doch diese Ängste sind unberechtigt, denn Robotik muss weder teuer noch kompliziert sein.

    So können beispielsweise kollaborative Roboter (Cobots) Hand in Hand mit der Belegschaft arbeiten, statt diese zu ersetzen, um so Lücken zu schließen und die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen. Wichtig ist, dass die anvisierten Lösungen von den Mitarbeitern angenommen werden und zudem kosteneffizient und skalierbar sind. KMU müssen nicht ihre gesamte Anlage umbauen, um von Automatisierung zu profitieren. Sie können klein anfangen, etwa mit wenigen Sensoren für die Datenerfassung eines einzelnen Arbeitsablaufs, und dann weitere Aufgaben automatisieren.

    In kleinen Schritten zu mehr Automatisierungseffizienz

    Derzeit sind in Produktionsstätten weltweit laut International Federation of Robotics (IFR) über vier Millionen Industrieroboter im Einsatz, Tendenz steigend. Jeder zehnte Roboter ist ein Cobot. Material-Handling und -Transport gehören laut IFR zu den häufigsten Aufgaben, die von Robotern übernommen werden. An zweiter Stelle folgen Schweiß-, danach Montagetätigkeiten. Wie insbesondere KMU Automatisierungsvorhaben effizient und strukturiert angehen können, zeigen die folgenden Tipps.

    • Ängste abbauen, mutiger agieren: Ziele und Hürden zeitgleich zu meistern, erscheint oft schwierig. Worauf es jetzt ankommt, sind langfristige Ziele, statt kurzfristige Herausforderungen zu fokussieren. Statt nur aktuelle Probleme anzugehen, sollten ganzheitliche und zukunftsorientierte Strukturen erdacht und umgesetzt werden. Das erfordert Can-Do-Mentalität, den Mut auch mal Fehler zu machen und proaktive Ansätze.
    • Daten effizienter nutzen: Automatisierungsgestützte vorausschauende Wartung basierend auf vorliegenden Anlageninformationen kann helfen, unvorhergesehene Maschinenstopps zu minimieren und Instandhaltungskosten zu senken. Bei der Generierung und Interpretation von Echtzeitdaten kommen Sensoren, Machine Learning, Bildverarbeitung und Datenplattformen zum Einsatz. Sie helfen, Wartungsszenarien proaktiv zu planen, was zu einer reibungsloseren Produktion und weniger Ausfällen führt. Zugleich können KMU durch Predictive Maintenance die Lebensdauer von Anlagen verlängern und die Produktqualität erhöhen, indem potenzielle Abnormalitäten frühzeitig erkannt werden. Datenanalyse, unterstützt von Sensorik und Bildverarbeitungstechnologie, trägt zusätzlich zu Qualitätssteigerungen und somit zu Operational Excellence bei.
    • Engpässe aufdecken: Damit eine Fertigungsanlage wirklich effizient arbeiten kann, muss jeder einzelne Prozess optimal ablaufen. Automatisierung bietet verbesserte Einblicke in betriebliche Abläufe. Durch Echtzeitdaten, Analysen und die kontinuierliche Überwachung von Produktionsprozessen können Hersteller Engpässe erkennen und fundierte Entscheidungen treffen. So lassen sich Verzögerungen, Verlangsamungen oder Ineffizienzen aufzeigen, die auf Engpässe hindeuten könnten.
    • Repetitive und langweilige Aufgaben identifizieren: In Zeiten des Fachkräftemangels geht es vermehrt darum, einfache Tätigkeiten an Roboter, etwa Cobots oder Autonome Mobile Roboter (AMR) abzugeben, um so Mitarbeitern die Chance zu geben, wertsteigernde Aufgaben zu übernehmen und zugleich Gesundheit und Sicherheit zu stärken. Automatisierte Intralogistik ermöglicht zudem mehr Flexibilität und Kosteneinsparungen bei der Auftragsbearbeitung, da sich beispielsweise die Lagerhaltung rationalisieren lässt. Nachdem Aufgaben, beispielsweise beim Materialtransport, automatisiert wurden, kann problemlos skaliert werden, indem Cobots etwa zusätzlich die Maschinenbe- und -entladung übernehmen.

    www.prozesstechnik-online.de

    Autor: Peter Lange

    Business Development Manager Robotik, Omron Electronics

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