Käsereien auf der ganzen Welt schätzen die Maschinen von Alpma. Das bayerische Familienunternehmen versorgt sie mit Anlagen zur Milch- und Mokeverarbeitung, sowie zur Käseherstellung, mit Schnei-detechnik und Verpackungsmaschinen. Auf-gegliedert ist das Unternehmen in die drei Geschäftsbereiche Prozess-, Käserei- und Verpackungstechnik. Dabei wird der Bereich Prozesstechnik im Wesentlichen von der LTH Dresden abgedeckt, die seit 1999 in Alpma komplett integriert ist. Nach den Worten des Geschäftsführers Mathias Hain versteht sich Alpma nicht nur als Hersteller von Einzelmaschinen. „Wir rüsten Käsereien weltweit komplett aus: Von der Rohmilchannahme über die Käseherstellung bis zum Schneiden und Verpacken kommt für den Kunden alles aus einer Hand.”
Die LTH Dresden wendet sich mit ihrem breiten Dienstleistungspaket der Prozess- und Versorgungstechnik aber auch an Getränkehersteller und Brauereien. Außerdem verfügen die Dresdener Spezialisten über ein weitreichendes Know-how auf dem Gebiet der Molkeverarbeitung. Dieses nährstoffreiche Abfallprodukt der Käseherstellung wurde in der Vergangenheit entsorgt. Heute verwendet man die mit Hilfe von Membranfiltrationsverfahren aufgearbeitete Molke als Basisstoff u. a. für Babynahrung, Wellness-Erzeugnisse sowie für pharmazeutische Produkte.
Die vom Geschäftsbereich Käsereitechnik gelieferten Anlagen decken den gesamten Prozess der Käseherstellung ab, beginnend mit der Bruchbereitung und -portionierung, bis hin zur Umhordung und Reifung des Käses. Welchen Stellenwert die Käsereitechnik von Alpma genießt, wird an folgendem Beispiel deutlich: Etwa 70% des italienischen Gorgonzolas werden auf Alpma-Anlagen produziert!
„Im Mittelpunkt des Geschäftsbereiches steht der von uns Mitte der 70er-Jahre entwickelte Koagulator zur kontinuierlichen Bruchbereitung”, erläutert Max Wiedemann, Verkaufsleiter und Mitglied der Geschäftsführung. „Zunächst wurde diese Anlage für die Herstellung von Camembert entwickelt. In der Zwischenzeit hat sich herausgestellt, dass sie nach entsprechender Anpassung für fast alle Käsesorten, beispielsweise auch Schnittkäse, eingesetzt werden kann.”
Der Koagulator ist ein riesiger Edelstahltrog mit einer Länge von bis zu 85 m. In dem Trog läuft auf einem Wasserfilm ein Endlosförderband. Das Wasser gewährleis-tet eine ruckfreien und sanften Transport der Milch. Mobile Trennwände bilden auf dem Förderband Zellen mit einem Fassungsvermögen von 500 bis 900 l. In diesen Zellen, die mit Milch, Lab und wenn notwendig mit Kulturen gefüllt sind, findet die eigentliche Dicklegung der Milch statt. Das Ergebnis ist eine gallertartige Masse. Nachdem die mobilen Trennwände entfernt worden sind, durchläuft sie eine Messereinheit aus einem feststehenden Längsmesser und einem rotierendem Quermesser. Dabei entstehen kleine Würfel, der sogenannte Käsebruch, deren Größe von der jeweiligen Käseart abhängt. Bei einigen Käsesorten ist eine Nachbearbeitung des Bruchs beispielsweise durch Erwärmung oder Rühren notwendig. Diese findet erneut in Zellen statt, die mit Hilfe der mobilen Trennwände aufgebaut werden. Für die sich nun anschließenden Arbeitsschritte baut Alpma u.a. folgende Anlagen:




