Aquarianer kennen das Kürzel JBL: Es steht für hochwertiges Futter und für ein sehr breites Programm an Futter- und Pflegemitteln sowie Zubehör nicht nur fürs Aquarium, sondern auch für Terrarien und für Teichfische. Entsprechend flexibel sind die Produktionsanlagen in Neuhofen/Pfalz. Für die Sauberkeit beim Herstellen und Abfüllen der häufig pulverförmigen Futtermittel sorgen verschiedene Baureihen von Ruwac-Industriesaugern und -Absauganlagen.
Was fressen Diskusfische, Kois, Welse oder Guppys am liebsten? Die Experten bei JBL in Neuhofen/Pfalz wissen es genau. Das 1960 von Joachim Böhme gegründete und seit vier Jahren in dritter Generation geführte Unternehmen ist bekannt für Premium-Fischfutter, das nicht etwa aus Fischmehl erzeugt wird, sondern auf direktem Wege aus fangfrischem Fisch, das hauptsächlich aus einer Fabrik in Nordfrankreich stammt.
Flexible Produktion
Im Laufe der Jahre haben die Wissenschaftler bei JBL nach dem Grundsatz „Vorsprung durch Forschung“ ein breites Spektrum an Nahrungsmittel für Fische entwickelt – unter anderem als Flocken, Tabletten oder Granulat. So ist JBL zu einem der größten Vollsortimenter in diesem Segment der Tiernahrung geworden – mit über 1000 Produkten für Aquarianer, die in mehr als 65 Länder geliefert werden. Den Fischen schmeckt es. Ihre Halter und Züchter wissen die hohe und stets gleichbleibende Qualität des Futters zu schätzen, und sie können neben den Futtermitteln u. a. auch Technik und Pflegemittel für Aquarium, Terrarium und Teich bei JBL beziehen.
Dass viele der rund 180 Mitarbeiter begeisterte Aquarianer sind, überrascht nicht. Einer von ihnen ist Produktionsleiter Michael Weber, zu dessen zahlreichen Aufgaben auch eine möglichst staubfreie Produktion gehört. Das ist schon deshalb eine Herausforderung, weil die Hauptbestandteile – eben das hochwertige Fischfleisch (in Form von feinen Mehlen) – am Anfang der Prozesskette laut Rezeptur verwogen, u. a. mit natürlichen Zusatzstoffen vermischt und mit hohem Druck gepresst werden. Bei jedem dieser Produktionsschritte kann Staub freigesetzt werden und JBL unternimmt viel, um genau das zu verhindern.
Absaugung bei der Entstehung
Deshalb kommen in mehreren Bereichen der Produktion Ruwac-Industriesauger zum Einsatz, die im Laufe der Jahre angeschafft wurden. Zu den neueren Anlagen gehört ein mobiler Drehstromsauger vom Typ DS 1220 (R01 R), dem ein 200-Liter-Vorabscheider mit Vliessack vorgeschaltet ist. Michael Weber: „An dieser Anlage werden Produkte in Pulverform in kleineren Chargen abgefüllt. Dabei saugen wir den Staub direkt an der Entstehungsquelle ab, beim Aufgabetrichter der Anlage.“
Wie man sieht, tragen die Mitarbeiter hier FFP3-Maske und Schutzkleidung, um nicht den unterschiedlichen (wenn auch nicht gesundheitsgefährdenden) Stäuben ausgesetzt zu sein. Eine Automatisierung macht hier wenig Sinn, weil die Losgrößen teilweise sehr klein sind. Michael Weber: „Bei unserem großen Produktspektrum – das wir schon brauchen, weil die einzelnen Fischarten sehr spezifische Anforderungen an ihre Nahrung stellen – haben wir fast ausschließlich sehr flexible Misch-, Wiege- und Abfüllanlagen. Und auf dieser Anlage hier füllen wir zum Beispiel auch Testprodukte ab.“




