Ein echter Klassiker im Produktprogramm der Merl-Feinkostfabriken sind die Heringsfilets in Sahnesauce. Daneben stellt das Familienunternehmen, das auf eine über 60-jährige Firmengeschichte zurückblicken kann, verschiedene Feinkostsalate und auch Desserts her.
Eine Vielzahl der Feinkostsalate von Merl findet der Verbraucher in den SB-Regalen der Supermärkte. Andere Salate, die unter dem Label Merl Maitre Traiteur angeboten werden, gehen an die Bedienungstheken in Supermärkten sowie an die Buffets von Gaststätten und Hotelbetrieben. Für hohe kulinarische Ansprüche gibt es die Produktlinie Savoir Vivre. Sie umfasst Frisch-Delikatessen und Traiteur-Salate. Diese für den schnellen Verbrauch bestimmten Premium-Produkte sind nur in ausgewählten Delikatessenläden und Restaurants erhältlich.
Trotz BSE und MKS sind Merl-Salate in aller Munde. Dazu Axel Trompheller, Bereichsleiter Produktion, bei Merl: „Als Antwort auf die diversen Krisen in der Vergangenheit greifen die Verbraucher heute eher zu Fisch- oder Gemüsesalaten. Das gleicht den Rückgang bei fleisch- und wursthaltigen Produkten aus.“ Das Brühler Feinkostunternehmen erwirtschaftete im Jahr 2001 einen Umsatz von 70 Mio. DM. Über 170 Mitarbeiter sind in dem EG-zugelassenen Fleisch-, Fisch- und Milchverarbeitungsbetrieb, der auch nach DIN ISO 9001 zertifiziert ist, tätig.
„Mitte der 60er Jahre waren wir die Ersten, die SB-Feinkostsalate ohne den Zusatz von Konservierungsstoffen hergestellt haben“, erläutert Trompheller. Auch ohne diese Zusatzstoffe liegt die Haltbarkeit der Merl-Salate zwischen 6 und 18 Tagen. Auf die Frage, wie diese relativ lange Haltbarkeit dennoch erreicht werden kann, antwortet Trompheller: „Wir achten sehr auf die Rohstoffqualität. Die eingehenden Rohstoffe werden einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Sie werden erst dann freigegeben, wenn die Laborergebnisse, beispielsweise von bakteriologischen Tests, vorliegen und in Ordnung sind. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die durchgehende Kühlkette, beginnend bei der Rohstofflagerung über die Produktion und Lagerung der fertigen Feinkostprodukte bis hin zur Ladentheke. Und dann sorgen wir natürlich für eine hygienische Produktion und eine einwandfreie Betriebshygiene. Beispielsweise ist jeder einzelne Verfahrenschritt Gegenstand unseres HACCP-Konzepts.“
Die vielfältigen Salatkreationen enthalten unterschiedliche Gemüse, die vor ihrer Verarbeitung zerkleinert werden müssen. Die Art und Weise, wie die Zerkleinerung erfolgt, hat einen großen Einfluss auf die Qualität. „Wir gehen davon aus“, erläutert Trompheller, „dass jede mechanische Belastung wie Drücken, Quetschen oder Scheren die stoffliche Struktur der pflanzlichen Rohstoffe negativ beeinflusst und sie anfällig für oxidative Veränderungen und den Angriff von Bakterien macht. Gerade hier liegen die Vorteile der Schneidemaschinen von Urschel: Sie erzeugen bei einer geringen mechanischen Belastung exakte und saubere Schnitte.“




