Michael Gestmann
Eine Kooperation namhafter Industriepartner hat die Robotik-Pack-Line entwickelt, bei der verschiedene Abpack-, Vereinzelungs-, Dosier-, Versiegelungs- und Kennzeichnungssysteme von Robotern unterstützt werden. Die Vorteile eines solchen Systems liegen auf der Hand: Sie produzieren schnell und leistungsfähig, nutzen Ressourcen effizient. So lassen sich zum Beispiel Pralinen verpacken oder Fischprodukte handhaben und sogar vielgestaltige Convenience-Produkten herstellen.
Bei der Firma Homann Feinkost beispielsweise ist die 20 m lange Robotik-Pack-Line seit Mitte 2005 im Einsatz. Zunächst bauten vier Mitarbeiter die Module der Robotik-Pack-Line auf, dann führte ein Systembetreuer die Programminstallation durch. In der dreimonatigen Umstellungsphase produzierte Homann zunächst weiterhin manuell, um stets zeitgerecht liefern zu können. Jetzt platziert die Robotik-Pack-Line unter anderem Cocktailwürstchen neben Kartoffelsalaten in eine Zweikammerschale. Die Durchlaufgeschwindigkeit liegt bei 15 Zweikammerschalen je Minute und ist sehr viel wirtschaftlicher als die manuelle, personalintensive Verpackung. Die Investition in die vollautomatische, modular aufgebaute Fertigungslinie wird sich daher absehbar amortisieren.
Für Homann war einerseits entscheidend, dass die Herstellung sicher und schnell erfolgt. Noch wichtiger ist aber, dass anders als bei der manuellen Produktion, bei der schon der geringste Kontakt von Menschen mit Lebensmitteln ein hohes Kontaminationsrisiko bedeutet, die fertigen Produkte jetzt absolut hygienisch verarbeitet werden. Der Werkleiter achtete bei der Auswahl des Robotik-Systems darauf, dass die für die Hygiene verantwortlichen Produktelemente, primär die Vakuumssysteme, störungs- und wartungsarm sind. Ansonsten ist es schwierig, die angestrebten Synergieeffekte in der Produktion zu erreichen und die Profitabilität zu steigern.
Die Robotik-Pack-Line garantiert dies durch Nutzung zweier leistungsstarker Produkte der Friedberger Piab Vakuum GmbH: die Vakuumpumpe mit modernster Coax-Technologie sowie die zugeordneten Duraflex-Saugnäpfe. Die Duraflex-Saugnäpfe, von denen bei Homann drei verschiedene Arten für glatte und geriffelte Flächen genutzt werden, bestehen aus speziell entwickeltem Polyurethan und vereinen die Elastizität von Gummi mit dem außergewöhnlichen Verschleißwiderstand von Polyurethan. Dadurch eignen sich die Saugnäpfe laut Hersteller besonders für den Einsatz in Bereichen wie der Lebensmittelproduktion, wo bereits eine Mikroleckage zu erheblichen Hygieneproblemen führt. Selbst bei gewölbten Flächen formen sich die Saugnäpfe entsprechend und schließen alles hermetisch ab.
Leistungssteigernd und zugleich energiesparend ist nach Herstellerauskunft die eingesetzte Vakuumpumpe. Die Coax-Mehrstufen-Vakuumejektorpatronen sind nicht größer als ein Bleistift und bestehen aus leichtgewichtigen Verbundwerkstoffen. Die kleinen, leistungsstarken Prozessoren in der Vakuumpumpe sind direkt mit den Saugnäpfen oder anderen Geräten verbunden. Leitungen zwischen Vakuumgenerator und Nutzungsstandort sind daher nicht erforderlich, was Effektivität und Effizienz deutlich erhöht und einen dezentralen Einsatz sowie ein verbessertes Handling ermöglicht. Platzmangel, Wartungsprobleme oder durch mechanische Pumpen verursachter Lärm, Hitze und die nicht ausreichende Hygiene gehören daher der Vergangenheit an.




