Die Kondensationstrocknung auf Wärmepumpenbasis wird seit vielen Jahren in anderen Industriezweigen erfolgreich eingesetzt. Erfolgreich bedeutet, dass die Trocknungszeiten kurz und die Ergebnisse hochwertig sind. Gleichzeitig werden die Produkte – mit einer nebenbei guten Energiebilanz – schonend bei niedrigen Temperaturen getrocknet. Harter Oberflächen- und Umwelttechnik hat vor über 20 Jahren eine energiesparende Trocknungstechnologie entwickelt, die heute hundertfach in der Automobilbranche eingesetzt wird. Auch namhafte Pharmaunternehmen trocknen mittlerweile ihre Produkte mit dem Kondensationstrocknungsverfahren. Mit dieser Art zu trocknen hat so mancher Betreiber sein Trocknungsproblem lösen und seinen Prozess optimieren können. Aufgrund all dieser Eigenschaften ist die Kondensationstrocknung für die Nahrungsmittelindustrie von großem Interesse. „Dass binnen kürzester Zeit mehrere Projekte realisiert wurden, ist für uns Grund genug, unsere Technologie in der Branche nun weiter bekannt zu machen“, erläutert Jochen Schumacher vom technischen Vertrieb des Allgäuer Unternehmens.
Bei der Kondensationstrocknung auf Wärmepumpenbasis handelt es sich um ein Verfahren, das Feststoffe aller Art bei niedrigen Temperaturen zwischen +20 und maximal +90 °C, je nach Anwendung, schonend trocknet. Im Lebensmittelbereich liegen die Temperaturen der bisher realisierten Projekte überwiegend um die +40 °C. Extrem trockene und damit ungesättigte Luft wird über das Trocknungsgut geführt und nimmt dabei, physikalisch bedingt, die Feuchtigkeit sehr schnell auf. Das erklärt, warum die Trocknungszeiten sehr kurz sind. Der mit Feuchtigkeit beladenen Luft wird anschließend die gespeicherte Feuchte entzogen. Die Feuchtigkeit wird auskondensiert und verlässt als Kondensat die Anlage. Anschließend wird die abgekühlte Luft mit der zurückgewonnenen Energie wieder erwärmt und weitergeleitet. Der Kreislauf ist geschlossen. Der Trocknungszyklus ist dadurch nahezu emissionsfrei und arbeitet äußerst energiearm. Die Entfeuchtungstechnik, die die klimatischen Verhältnisse im Trockner regelt, ist Teil der gesamten Anlage. Dabei ist es völlig unerheblich, ob es sich um eine Trocknung im Batchbetrieb oder um ein kontinuierliches Verfahren handelt. Dieses Trocknungssystem ist an jede Verfahrensart adaptierbar und auch der Grundstoff der zu trocknenden Produkte spielt keine Rolle. Überdies ist es möglich, die Trocknung mit einer anschließenden Kühlung zu erweitern, falls dies aus prozesstechnischen Gründen erforderlich ist.
Die langjährige Erfahrung und intensive Beschäftigung mit der Kondensationstrocknung im geschlossenen System hat ergeben, dass zwei Einflussfaktoren wichtig sind, um den Erfolg bei der Trocknung zu gewährleisten. Eine wesentliche Rolle dabei spielt eine hochwertige Entfeuchtungstechnologie, so wie eingangs beschrieben. Genauso wichtig jedoch ist das Umluftsystem im Trocknungsraum selbst, das exakt an den gegebenen Prozess vor Ort angepasst werden muss. Ist dies nicht der Fall, kann die leistungsstarke Entfeuchtung nicht ihre volle Wirkung entfalten. Das Umluftsystem, das der Trocknungsanlagenbauer in den Trocknungsraum einbaut, wird stets eine individuelle Lösung. Um eine hohe Trocknungsqualität in kurzer Trocknungszeit zu realisieren, ist die individuell eingestellte Luftmenge im Trocknungsraum von entscheidender Bedeutung. Der wichtigste Faktor hier ist nun, dass die Luftführung so konzipiert wird, dass die Luft auch tatsächlich über oder – je nach Anwendung – durch die zu trocknende Ware strömt und nicht daran vorbei.




