Sauberes Wasser, geringe Kosten und das mit einer Maschinentechnik, die leichter zu handhaben, zuverlässig und zukunftsfähig ist – das waren die Anforderungen für die industrielle Abwasseraufbereitung bei der Bayerischen Milchindustrie eG in Zapfendorf. Eine moderne Station mit energieeffizienten Schraubengebläsen macht es möglich.
Die Bayerische Milchindustrie eG (BMI) ist eine Molkereigenossenschaft mit langer Tradition und internationaler Erfahrung. In Zapfendorf, im Norden Bayerns, liegt das größte Werk der BMI. Neben den Standardprodukten Magermilch- und Süßmolkepulver werden zunehmend Spezialerzeugnisse produziert. Mit modernen Verfahren der Ultrafiltration beispielsweise werden hochwertige Eiweißkonzentrate gewonnen. Diese Produkte gewinnen in der Ernährungsindustrie, der Diätetik, Kinderernährung und Reformkost immer mehr an Bedeutung. Die Milchzuckerherstellung und die Produktion von aufgefetteten Milch- und Molkeprodukten sowie die Trocknung teilentzuckerter Molke und Polyaminkonzentration runden das Produktionsprogramm ab. Ebenfalls am Standort Zapfendorf befindet sich das moderne Frischproduktwerk, in dem Butter, Sahne, Quark und Sauermilcherzeugnisse hergestellt werden.
Schrauben steigern Energieeffizienz
Aufgrund der steigenden Nachfrage und somit Produktion begann im Jahre 2014 die Planung einer neuen, größeren Reinigungsanlage für das bei der Herstellung von Milchprodukten anfallende Wasser. In vier Batchreaktoren sollte künftig chargenweise die Nährstofffracht der unterschiedlich anfallenden Wassermengen biologisch abgebaut werden. Vier Gebläse müssen hierbei die Luftversorgung der an diesem Prozess beteiligten Mikroorganismen sicherstellen.
Um die Betriebskosten der Wasseraufbereitungsanlage möglichst gering zu halten, wurden für die energieintensive Erzeugung der Belebungsluft die Drehkolbengebläse gegen Schraubengebläse der neuesten Generation ausgetauscht. Schraubengebläse sind für den Niederdruck optimierte, trocken bzw. ölfrei Luft verdichtende Schraubenkompressoren, die bereits ab einer Druckdifferenz von 400 mbar sehr effizient arbeiten. Aufgrund ihrer schraubenförmigen
Rotoren wie z. B. dem Sigma-Profil, erzielen diese Maschinen einen höheren Wirkungsgrad. Wenn wie im Fall bei BMI Differenzdrücke zwischen 600 und 800 mbar benötigt werden, bei obendrein vielen Betriebsstunden der Gebläse, dann ergibt sich eine deutliche Energie- und somit Kostenein-sparung.
Komplettpaket als Lösung
Bei BMI in Zapfendorf kommen FBS-M-SFC-Schraubengebläse mit integriertem Frequenzumrichter zum Einsatz, die zusätzlich noch mit der smarten Maschinensteuerung Sigma-Control 2 ausgestattet sind. Über diese Steuerung sind die Gebläse per Profibus an die Leitwarte direkt angebunden. Deren Betriebs- und Zustandsdaten werden dort visualisiert. Die Leitwarte gibt die Drehzahlen und damit den zu generierenden Volumenstrom an die Gebläse weiter. Die Gebläse werden über das Bussystem somit auch ferngesteuert.




