Rund viereinhalb Jahre nach der Übernahme des Pumpenherstellers Hilge stellte GEA in einem Pressegespräch die aktuellen Entwicklungen und Pläne für das Werk in Bodenheim vor. Auf der Agenda steht künftig unter anderem die Stärkung der Sparte Hygienepumpen, die an diesem Standort produziert werden. Verstärkung erhielt das Sortiment vor Kurzem durch die Schraubenspindelpumpe GEA Hilge Novatwin, die sowohl den EHEDG- als auch den 3-A-Richtlinien entspricht.
Seit 1862 entwickelt Hilge in der von Weinbergen umgebenen Ortschaft Bodenhagen bei Mainz Pumpen. Anfangs wurden vor allem Pumpen für die Wein- und Bierproduktion produziert. 1962 fertigte Hilge die erste tiefgezogene Edelstahlkreiselpumpe für die Lebensmittel- und Getränkebranche. Mittlerweile bietet das Unternehmen, das seit 2015 zum GEA-Konzern gehört (siehe Kasten), ein Vollsortiment an hygienischen Kreisel- und Verdrängerpumpen an.
Beim Pressegespräch in Bodenheim wurde die Schraubenspindelpumpe GEA Hilge Novatwin vorgestellt, die als Teil der Varipump-Linie das Hygienepumpen-Portfolio des Unternehmens komplettiert. Für die Entwicklung der Pumpe hat GEA mit dem Pumpenspezialisten ITT Bornemann zusammengearbeitet. Das Ergebnis dieser Kooperation ist die Schraubenspindelpumpe Hilge Novatwin, die die Anforderungen der Lebensmittelhersteller an eine schonende und hygienische Produktförderung erfüllt.
Funktion auch als CIP-Pumpe
Schraubenspindelpumpen verfügen über zwei Spindeln, die berührungslos ineinandergreifen und zusammen mit dem Pumpengehäuse eine geschlossene Kammer bilden. Die Förderschrauben rotieren und bewegen so das Fördermedium entlang der Schraubenachse von der Saug- zur Druckseite. Wie Verdrängerpumpen generell, stehen Schraubenspindelpumpen für die schonende Förderung von stückigen, scherempfindlichen und abrasiven Medien.
Schraubenspindelpumpen können nicht nur das eigentliche Produkt fördern, sondern gleichzeitig auch als CIP-Pumpen fungieren, da sie auch bei sehr hohen Drehzahlen betrieben werden können.
Fördert auch hochviskose Produkte
Die selbstansaugende GEA Hilge Novatwin ermöglicht einen sicheren Betrieb mit geringer Pulsation und niedrigem Geräuschpegel bei hohen Produktviskositäten, Temperaturen bis 135 °C und Differenzdrücken bis 25 bar. Der Systemdruck von 30 bar erlaubt den Einsatz bei Hochdruckanwendungen. Mit der Pumpe können empfindliche viskose Medien bei bis zu 1760 Umdrehungen pro Minute und Reinigungsmedien im CIP-Prozess bei bis zu 3000 Umdrehungen pro Minute gefördert werden. Ein weiterer Vorteil ist ein konstanter Fluss bei unterschiedlichen Drücken und Volumina.




