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    Schraubenspindelpumpe im hygienischen Design
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Schraubenspindelpumpe im hygienischen Design

    Zur Varipump-Linie von GEA gehört seit kurzem die Schraubenspindelpumpe Novatwin, die EHEDG- und 3-A-konform ist.
    Veröffentlicht
    14. August 2020
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Rund viereinhalb Jahre nach der Übernahme des Pumpenherstellers Hilge stellte GEA in einem Pressegespräch die aktuellen Entwicklungen und Pläne für das Werk in Bodenheim vor. Auf der Agenda steht künftig unter anderem die Stärkung der Sparte Hygienepumpen, die an diesem Standort produziert werden. Verstärkung erhielt das Sortiment vor Kurzem durch die Schraubenspindelpumpe GEA Hilge Novatwin, die sowohl den EHEDG- als auch den 3-A-Richtlinien entspricht.

    Seit 1862 entwickelt Hilge in der von Weinbergen umgebenen Ortschaft Bodenhagen bei Mainz Pumpen. Anfangs wurden vor allem Pumpen für die Wein- und Bierproduktion produziert. 1962 fertigte Hilge die erste tiefgezogene Edelstahlkreiselpumpe für die Lebensmittel- und Getränkebranche. Mittlerweile bietet das Unternehmen, das seit 2015 zum GEA-Konzern gehört (siehe Kasten), ein Vollsortiment an hygienischen Kreisel- und Verdrängerpumpen an.

    Beim Pressegespräch in Bodenheim wurde die Schraubenspindelpumpe GEA Hilge Novatwin vorgestellt, die als Teil der Varipump-Linie das Hygienepumpen-Portfolio des Unternehmens komplettiert. Für die Entwicklung der Pumpe hat GEA mit dem Pumpenspezialisten ITT Bornemann zusammengearbeitet. Das Ergebnis dieser Kooperation ist die Schraubenspindelpumpe Hilge Novatwin, die die Anforderungen der Lebensmittelhersteller an eine schonende und hygienische Produktförderung erfüllt.

    Funktion auch als CIP-Pumpe

    Schraubenspindelpumpen verfügen über zwei Spindeln, die berührungslos ineinandergreifen und zusammen mit dem Pumpengehäuse eine geschlossene Kammer bilden. Die Förderschrauben rotieren und bewegen so das Fördermedium entlang der Schraubenachse von der Saug- zur Druckseite. Wie Verdrängerpumpen generell, stehen Schraubenspindelpumpen für die schonende Förderung von stückigen, scherempfindlichen und abrasiven Medien.

    Schraubenspindelpumpen können nicht nur das eigentliche Produkt fördern, sondern gleichzeitig auch als CIP-Pumpen fungieren, da sie auch bei sehr hohen Drehzahlen betrieben werden können.

    Fördert auch hochviskose Produkte

    Die selbstansaugende GEA Hilge Novatwin ermöglicht einen sicheren Betrieb mit geringer Pulsation und niedrigem Geräuschpegel bei hohen Produktviskositäten, Temperaturen bis 135 °C und Differenzdrücken bis 25 bar. Der Systemdruck von 30 bar erlaubt den Einsatz bei Hochdruckanwendungen. Mit der Pumpe können empfindliche viskose Medien bei bis zu 1760 Umdrehungen pro Minute und Reinigungsmedien im CIP-Prozess bei bis zu 3000 Umdrehungen pro Minute gefördert werden. Ein weiterer Vorteil ist ein konstanter Fluss bei unterschiedlichen Drücken und Volumina.

    Vielseitig einsetzbar

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    Mit der Schraubenspindelpumpe können zum Beispiel Milchprodukte, Schokolade, Suppen, Soßen, Mayonnaise, Fette und Öle, Smoothies, Saftkonzentrate und Brauhefe gefördert werden.

    Die Pumpenkammer lässt sich abhängig von den Temperaturanforderungen des Fördermediums beheizen oder kühlen. Darüber hinaus können die Schraubenspindeln und das Gehäuse für abrasive Medien gehärtet werden. Da die Pumpe durch den Einsatz verschiedener Förderschrauben mit unterschiedlichen Steigungen in puncto Feststoffgröße und Differenzdruck an das Medium angepasst werden kann, lassen sich damit etwa auch Fleischsalate mit Feststoffen bis zu einer Größe von 44 mm fördern.

    Reinigungsfreundlich und hygienisch

    Die Pumpe ist nach den Richtlinien der EHEDG konstruiert und entspricht den Anforderungen der US-amerikanischen Vereinigung 3-A. Zusätzlich sind die Dichtungen FDA- und USP-Class-VI-konform.

    GEA AG, Düsseldorf

    Kurz erklärt:   GEA-Standort Bodenheim

    Der Pumpenspezialist Hilge hat in den vergangenen Jahren zweimal den Besitzer gewechselt: Von 2004 bis 2015 gehörte das Unternehmen zu Grundfos, einem internationalen Pumpenhersteller mit Hauptsitz in Dänemark. 2015 wurde es vom Technologie-Konzern GEA erworben. Dieser hat nach der Übernahme alle Hilge-Pumpen in den Linien Varipump und Smartpump zusammengefasst. Während die Varipump-Produkte für spezielle Anwendungen geeignet sind und individuell optimiert werden können, ist die Smartpump-Linie für Standardanwendungen ausgelegt.

    Zurzeit arbeiten im Hilge-Werk rund 180 Mitarbeiter. Die Produktions- und Büroflächen umfassen 30 850 m2. Pro Jahr werden etwa 10 000 Pumpen produziert, der Jahresumsatz liegt bei ca. 40 Mio. Euro.

    In Zukunft will GEA die Marke Hilge als „zuverlässigen und innovativen Premiumanbieter für hygienische Pumpen“ stärken.

    claudia Bär

    Redakteurin

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