Steiferes Gestell, höhere Pickerleistung
Besonders ins Auge fällt das Gestell, das mit seiner leicht geschwungenen Konstruktion bereits optisch signalisiert, dass Schubert neue Wege beschreitet. Doch nicht aus rein ästhetischen Gründen: Die neue Konstruktion ermöglicht den F4-Robotern mit KI-gestützter Bahnberechnung, ihre Leistung voll auszuschöpfen. „Die bisher verwendeten Gestelle schwangen zu stark, um die Pick-and-Place-Roboter präzise bei hohen Geschwindigkeiten einsetzen zu können“, erläutert Volker Haaf, Leiter Entwicklung – Elektronik und Software bei Schubert. Zusammen mit dem Dresdner Unternehmen Schubert Motion wurde daraufhin eine vierfach steifere Gestellvariante entwickelt, die Pick-and-Place bei Höchstgeschwindigkeit sicherstellt.
Das Besondere an der neuen TLM: Trotz ihres unveränderten Eigengewichts konnte Schubert die Maschine gezielt kostenoptimieren – eine wesentliche Voraussetzung, um im aktuell sehr kompetitiven Umfeld bestehen zu können. Zugleich hat das Unternehmen die TLM konstruktiv weiterentwickelt. Durch eine intelligente Neukonzeption lässt sich bei gleichbleibenden Außenabmessungen mehr Prozess- und Automationstechnik ins Gestell integrieren – und erlaubt eine deutlich höhere Funktionsdichte: „Mehr Technik auf gleichem Raum erweitert perspektivisch die Einsatzmöglichkeiten für unsere Kunden und macht die gesamte Anlage noch effizienter. Mit der neuen TLM dringen wir gezielt in neue Leistungsbereiche vor“, erläutert Haaf.
Davon konnten Besucher der Interpack sich am Stand überzeugen: In Form eines Flowpackers verpackte die neue TLM-Generation gestapelte runde Kekse in Schlauchbeutel. Fünf F4-Aggregate in drei Zellen verpackten 800 Kekse bzw. 266 Flowpacks pro Minute bei einer Foliengeschwindigkeit von 30 Metern in der Minute. Dabei arbeiten die Roboter der neuen TLM-Generation mit dem von Schubert entwickelten Twin-Pick-Verfahren: Zwei Produkte lassen sich so gleichzeitig statt sukzessive greifen – „ein weiterer wichtiger Stellhebel auf dem Weg zu mehr Leistung“, hebt Manuel Schuster hervor. Wohl einzigartig in der Form ist auch die Bahnberechnung der Roboter, die bei jedem Pick neu erfolgt. „So können wir die Leistung jedes Roboterarms um 20 % steigern, ohne die Mechanik zu belasten – und reduzieren zudem Vibrationen“, so Haaf.
Energieeinsparung inklusive
Energetisch spart die neue TLM ebenfalls einiges ein: Mit der neuen Maschinengeneration kommen selbstoptimierende Vakuumpumpen zum Einsatz, die einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz leisten. Der Verbrauch an Druckluft, etwa für Saugwerkzeuge, lässt sich dadurch um rund 30 % senken. „Vakuumtechnik macht in einer Pickerlinie nahezu die Hälfte des gesamten Energiebedarfs aus. Entsprechend groß ist der Einfluss, den die neuen Pumpen auf die Gesamtenergieeffizienz der Anlage haben“, erläutert Manuel Schuster.




