Bevor eingelagertes Getreide dem Vermahlungsprozess zugeführt werden kann, muss es noch maschinell von Verunreinigungen wie zum Beispiel Unkrautsamen, Steinen, Metallteilen oder auch am Korn haftenden Schimmelpilzen und Bakterien gereinigt werden. Während das Getreide früher zwischen Mühlsteinen zerkleinert wurde, erfüllen heute Stahlwalzen diese Aufgabe in mehreren Stufen. Dadurch wurde das Mahlverfahren verbessert und die Trennung von Mehlkörper, Kleie und Keim ermöglicht.
Nach jedem Arbeitsgang werden die Mahlprodukte abgesiebt und anschließend, je nach Verwendung, zusammengefasst oder zu Mehltypen gemischt.
Ein Großteil der Produktion wird in Mehlsilos zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt mit Silofahrzeugen beispielsweise zu Großbäckereien transportiert. Dort wird das Mehl erneut in Silos eingelagert und danach der Backwarenproduktion zugeführt.
Die Überwachung all dieser Prozessschritte erfolgt mit unterschiedlichen Messgeräten und Sensoren. Der Einsatz von Füllstandmesstechnik ist dabei von besonderer Bedeutung.
Zur Automatisierung des Trocknungsprozesses in den vier Phasen Befüllen, Trocknen, Kühlen und Austragen ist eine automatische Kontrolle und Überwachung der Füllstände in den Behältern für das angelieferte feuchte Getreide, in Lagerbehältern sowie in Ruheschicht- und Umlauftrocknern zwingend erforderlich. In den Lagerbehältern, den Ruheschicht- und Umlauftrocknern werden die Füllstandsensoren als Vollmelder eingesetzt. Nach Erreichen des vorgegebenen Füllstandes werden die Fördergeräte automatisch abgeschaltet. In den Feucht- und Trockengutvorratsbehältern dagegen werden die Füllstandanzeiger von Mollet sowohl als Leer-, als auch als Vollmelder eingesetzt. Vor allem bei den Leermeldern ist eine robuste Bauart der Drehflügel-Füllstandanzeiger mit Schutzrohr erforderlich, um nicht durch das Gewicht des Lagerguts beschädigt zu werden.
Die Fördergeräte zur Befüllung des Trocknungsbehälters werden über einen Leermelder eingeschaltet, der auch den Trocknungsbetrieb steuert. Der Vollmelder hingegen schaltet bei Erreichen des maximal zulässigen Füllstandes im Behälter diese Fördergeräte wieder ab. Durch den entstehenden Getreidestaub sind bestimmte Anlagenteile als staubexplosionsgefährdete Bereiche klassifiziert, sodass nur Füllstandsensoren mit der jeweils erforderlichen Atex-Zulassung einsetzbar sind.
Zwischen den einzelnen Prozessschritten muss das Getreide mehrere Male gefördert werden. Häufig werden mechanische Fördermittel eingesetzt, wie zum Beispiel Schneckenförderer oder Elevatoren. Zur Überwachung des Materialflusses hat Mollet einen speziellen Membran-Füllstandanzeiger entwickelt, der über dem Auslauf einer Schnecke oder in einem Elevatorfuß montiert wird. Sobald es einen Rückstau gibt, wird die Materialzufuhr gestoppt und ein Störsignal ausgegeben. Dieses Signal kann erst zurückgesetzt werden, wenn die Ursache für den Rückstau überprüft und der Membranschalter manuell mit der Rückstelltaste betätigt wurde. Diese zusätzliche Sicherheit ermöglicht der Einbau eines speziellen Schalters mit zwei stabilen Positionen.




