Seit 1964 ist die norwegische Stadt Indre Arna die Heimat von Toro, einer Marke der Orkla-Group. Die Trockenmischungen für Suppen, Soßen und Kuchen dieses Unternehmens werden in einem hoch automatisierten Werk hergestellt. Aktuell wurde bei Toro ein industrielles Netzwerk von Siemens installiert, das auf einem stabilen, zuverlässigen und sicheren Kommunikationsbackbone für alle Prozesse im Werk von Indre Arna basiert und eine sehr gute Verfügbarkeit gewährleistet.
Der Einsatz modernster Produktionstechnologien war schon immer Teil der Tradition der norwegischen Firma Orkla. „Wir haben unsere Betriebsabläufe bereits Mitte der 90er-Jahre mit modernsten Automatisierungssystemen auf den neuesten Stand gebracht und auch heute noch ist das Werk in Indre Arna in dieser Hinsicht sehr fortschrittlich“, erklärt Ståle Faugstad, technischer Leiter für Automation und IT des Unternehmens. Nichtsdestotrotz ist eine Vielzahl von Komponenten am Ende ihres Lebenszyklus angekommen und es war für Orkla nicht möglich, die Netzwerksicherheit mit der bestehenden Infrastruktur an die heutigen Standards anzupassen.“
Reine IT-Lösung nicht ausreichend
Eine reine IT-Lösung erschien hier als unzureichend. „Wir können uns keinen Ausfall des Netzwerks erlauben, da wir sonst Produktionszeiten verlieren.“ Die Lösung musste folglich robuste, stabile, industrietaugliche Komponenten umfassen. „Für uns war außerdem eine Voraussetzung, dass wir das Netzwerk eigenständig vor Ort warten können. So haben wir im Fehlerfall kürzere Reaktionszeiten“, betont Faugstad. In einer IT-Umgebung mit Standardservice hat man üblicherweise lediglich ein Virtual Local Area Network (VLAN). Dies hat laut Faugstad zur Folge, dass sich jedes Problem schnell im ganzen Werk verteilt: „Es wurde klar, dass ein physisch getrenntes OT-Netzwerk notwendig sein würde. Gleichzeitig bedarf es einer Echtzeit-Kommunikation mit allen damit verbundenen Anforderungen. Schlußendlich sind Planung und Installation eines neuen OT-Netzwerks eine Herausforderung, sodass ein zuverlässiger Partner mit der notwendigen Beratungskompetenz integraler Bestandteil aller Aktivitäten sein musste. Wir haben in der jüngeren Vergangenheit mehrere neue Automatisierungsphasen durchlaufen, während derer wir unsere installierten Systeme modernisiert haben. So konnten wir ihre Leistung verbessern und sicherstellen, dass wir diese Komponenten langfristig warten können.“
Zu den zuletzt modernisierten Komponenten gehörten auch die speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) der diversen Misch- und Verpackungsanlagen. In diesem Zuge führte Orkla die Steuerung Simatic S7–1500 ein. Im Werk kommen auch andere Systeme von Siemens zum Einsatz. Hierzu gehören u. a. Sitop-Stromversorgungen und Simatic-HMI-Systeme. Trotz allem wurde die Wartung der IT- und Automatisierungssysteme immer mehr zur Herausforderung und Orkla hatte zunehmend mit Stabilitätsproblemen des Netzwerks zu kämpfen.




