Seit über 50 Jahren werden in der Milser Mühler zur Förderlufterzeugung ausschließlich Drehkolbengebläse von Aerzen eingesetzt. Die 100 % ölfreien Aggregate vom Typ Delta Blower zeichnen sich durch eine langlebige Qualität sowie hohe Zuverlässigkeit aus und halten dank ihrer hervorragenden Energieeffizienz und ihrem geringem Wartungswand die Lebenszykluskosten gering.
Die pneumatische Förderung ist in der Mühlenindustrie in geschlossenen Rohrleitungssystemen zum Transport von Getreide und Mehl unverzichtbarer Bestandteil innerbetrieblicher Produktionsabläufe. Maßgeschneiderte Lösungen mit höchstmöglicher Versorgungssicherheit und Energieeffizienz entstehen aber nur, wenn die entscheidenden Kriterien – die maximal benötigte Förderluftmenge und der maximal benötigte Druck – bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Für Höchstdrücke bis 1000 mbar sind ölfrei verdichtende Drehkolbengebläse die optimalen Förderlufterzeuger. Seit fünf Jahrzehnten vertraut die „Milser Mühle“ in Bielefeld auf Drehkolbengebläse von Aerzen. Aktuell sind dort elf unterschiedlich alte Aggregate in Einsatz.
Pneumatische Förderung
Nach der Übernahme der Milser Mühle in Bielefeld vor 130 Jahren durch die Familie Borgstedt wurde zunächst nur Futterschrot für die Tierfütterung produziert, seit 1918 auch Getreide für die menschliche Ernährung gemahlen. „Vor fünf Jahrzehnten entschieden wir uns, das Mehl innerbetrieblich pneumatisch durch Rohrleitungen zu transportieren. Als Förderlufterzeuger wählten wir deshalb damals ölfrei verdichtende Drehkolbengebläse der Baureihe Delta Blower, die mit ihrem Maximaldruck von 1000 mbar ausreichend dimensioniert waren. Bis heute haben wir für diesen Einsatzbereich nur Aerzen-Aggregate im Einsatz. Sie stammen allerdings – bedingt durch die lange Betriebszeit der Aggregate – inzwischen aus mehreren Generationen dieser Baureihe. Heute ist die pneumatische Förderung für den wirtschaftlichen Betrieb eines modernen Mühlenunternehmens unerlässlich“, erklärt Müllermeister Friedrich-Wilhelm Borgstedt. In der Milser Mühle arbeiten die Aggregate mit einem Höchstdruck von 650 bis 750 mbar. Man würde zwar gerne mit einem höheren Druck arbeiten, nennt aber als Vorteil für den gewählten Druckbereich die längere Lebensdauer der Gebläse, der Schleusen und der Rohrleitungen, und hier ganz besonders der Rohrbögen. Ein zwischenzeitlich pneumatisch arbeitendes Fördersystem für ungemahlenes Getreide führte nach Auskunft von Seniorchef Borgstedt zu hohem Verschleiß bei Leitungen und Schleusen und wurde wieder abgebaut.
Elf Delta Blower im Einsatz
Aktuell arbeiten an der Mehlstraße in Bielefeld elf Delta Blower mit Antriebsleistungen von 4 bis 30 kW. Sieben dieser elf Aggregate stehen in nicht schallgedämmter Ausführung in einer zentralen Station und drei weitere schallgedämmte Anlagen in einem Nachbarraum. Die Version ohne Schalldämmhauben in der zentralen Station wurde bewusst gewählt, um Verschmutzungen durch Ungeziefer-Nistplätze zu vermeiden – ein in der Mühlentechnik weit verbreitetes Problem. Diese nicht schallgedämpfte Ausführung führt jedoch zu zwei nicht unbedeutenden Problemen: In der Station entsteht durch die hier installierten sieben Aggregate nicht nur eine erhebliche Abstrahlwärme, sondern auch eine bedeutende Geräuschentwicklung mit der Konsequenz, dass




