1. Explosionsgefahr niemals unterschätzen
Ist die Luft in einem geschlossenen Raum mit einer kritischen Menge an brennbarem Staub angereichert, kann schon ein einzelner Funke reichen, um eine Explosion auszulösen. Diese Gefahr ist grundsätzlich zwar weitläufig bekannt, doch haben nur wenige eine Vorstellung davon, wie groß die Zerstörungskraft eines solchen Unfalls sein kann. Ein besonders verheerendes Beispiel stellt die Mehlstaubexplosion in der Bremer Rolandmühle im Jahr 1979 dar. Bei dem durch einen Kabelbrand ausgelösten Unglück kamen 14 Mitarbeiter ums Leben und die Mühle wurde vollständig zerstört. Das Risiko für solche Explosionen ist in der Lebensmittelindustrie besonders hoch, denn werden Zutaten wie Mehl, Zucker, Stärke oder Gewürze aufgewirbelt, entsteht eine hochentzündliche Atmosphäre.
Der beste Weg um diesbezüglich für Sicherheit zu sorgen, ist eine Kombination aus gründlichen Reinigungsabläufen, spezialisierter Ausstattung und aufmerksamen Kontrollen. Viele dieser Maßnahmen ergeben sich aus der aktuellen Gesetzeslage. Die Explosionsschutzprodukteverordnung (11. ProdSV) setzt etwa die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU in deutsches Recht um und macht klare Vorgaben, unter anderem zu den Pflichten von Herstellern und der korrekten Kennzeichnung von Reinigungsgeräten. Das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht zudem technische Regelwerke, an denen sich Unternehmen orientieren können. So stellen die technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) 727 einen konkreten Leitfaden zur Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladung dar.
Grundsätzlich lässt sich die Explosionsgefahr mit einigen simplen Strategien massiv verringern: Die Reinigungsroutine in den kritischen Bereichen sollte regelmäßig überprüft und optimiert werden, Industriesauger müssen mit entsprechender Filtertechnik ausgestattet sein, Atex-zertifizierte Reinigungsgeräte sind Pflicht und sind Zündquellen in der Nähe, darf bei der Reinigung kein Staub aufgewirbelt werden
2. Ergonomisches Arbeiten schont den Körper
Ergonomie am Arbeitsplatz ist seit einigen Jahren in aller Munde. Immer mehr Menschen arbeiten im Büro und verbringen einen großen Teil ihres Tages am Schreibtisch. Doch nicht nur bei der Arbeit am Computer können unnatürliche Haltungen und Bewegungen zum Problem werden. Laut DGUV Report 2/2014 machten Muskel- und Skeletterkrankungen 2010 fast ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland aus. 25% der Beschäftigten müssen regelmäßig schwere Lasten bewegen und 15% arbeiten in Zwangshaltungen. Die Folge – Rückenbeschwerden sind längst eine Volkskrankheit. Dabei können schon einfache Veränderungen am Arbeitsplatz einen positiven Effekt haben. Werden Paletten etwa immer etwas erhöht abgestellt, müssen sich Mitarbeiter nie um mehr als 90° bücken, was den Rücken schont. Selbst scheinbare Kleinigkeiten, wie die regelmäßige Wartung eines Hubwagens, machen einen Unterschied. Je leichter die Räder laufen, desto weniger wird der Körper belastet.




