Die Getränkeindustrie stellt wie viele andere Prozessindustrien auch hohe Anforderungen an die Automatisierungstechnik. Sensoren, Aktoren, Steuerungen und übergeordnete Systeme sollten perfekt miteinander kommunizieren können. Mit IO-Link steht ein geeignetes Kommunikationsprotokoll zur digitalen Anbindung der Sensorik zur Verfügung.
Dem Anwender eröffnen IO-Link-Sensoren intelligente Optionen zur Überwachung der Produktion. Die einfache und schnelle Inbetriebnahme, die zusätzlich zur Verfügung stehenden Informationen über den Maschinen- sowie den Sensorzustand schaffen Transparenz. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, die gewonnenen Informationen mithilfe einer entsprechenden Software zu analysieren und als Entscheidungsgrundlage einzusetzen. Führende Hersteller von Sensorik, Aktuatorik und Steuerungstechnik haben IO-Link gemeinsam entwickelt und bauen die Funktionalitäten stetig weiter aus. Damit wurde eine genormte und feldbusunabhängige, digitale Schnittstelle für die Automatisierung geschaffen, die dem Anwender eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung ohne Adressieraufwand bietet.
Einfache Inbetriebnahme
IO-Link-Devices werden einfach, z. B. über eine M12-Steckverbindung angeschlossen. Fehlfunktionen aufgrund falscher Verdrahtungen sind damit ausgeschlossen. Da zur Datenübertragung ungeschirmte Standard-industrieleitungen verwendet werden können, reduziert sich die Varianz der benötigten Kabel. Kommt ein IO-Link-Master zum Einsatz, speichert dieser sämtliche Einstellungen der angeschlossenen Sensoren. Wird anschließend ein Sensor gegen ein identisches Exemplar ausgetauscht, werden die gespeicherten Parameter automatisch auf den neuen Sensor geschrieben. Eine erneute Parametrierung entfällt somit. Möglich macht den komfortablen Sensortausch per Plug & Play die eindeutige Geräteidentifikation durch Vendor- und Device-ID: Dabei lassen sich die Geräte schnell überprüfen und es wird vermieden, dass ein ungeeignetes Ersatzgerät eingesetzt wird. Im Vergleich zu herkömmlichen Sensoren bietet IO-Link viele weitere Vorteile. Früher wurden Messwerte bis zur endgültigen Auswertung in der SPS mehrfach in digitale und analoge Daten gewandelt. Dies führte zu Wandlungsfehlern auf dem Weg in die Steuerung und schränkte die Auflösung ein. Die IO-Link-Datenübertragung basiert auf einem 24-V-Signal und erfolgt rein digital und ist damit wandlungs- und verlustfrei. Messwerte können immer optimal aufgelöst werden, bei Leitfähigkeitsmessungen stehen zum Beispiel eine Million Schritte zur optimalen Prozesssteuerung zur Verfügung.
Ein weiterer Vorteil ist die robuste Signalübertragung, die sich besonders unempfindlich gegen äußere Beeinflussung zeigt. Geschirmte Leitungen und die damit notwendigen Erdungen sind überflüssig. Die Datenübertragung lässt sich über Standard-industrieleitungen realisieren. Analoge Eingangskarten werden bei Verwendung der neuen Technologie nicht mehr benötigt, was zu einer weiteren Kosteneinsparung führt. Wandlungsverluste und EMV-Störeinflüsse bei der Analogsignal-Übertragung verursachten bisher Ungenauigkeiten. IO-Link liefert exakte Messwerte an die Steuerung, dank der durchgehenden digitalen Messwertübertragung.




