Mit dem WTSRF-EHEDG-selbstreinigenden Filter im Hygienic Design können Lebensmittel im Chargenbetrieb ohne Zerlegung der Bauteile nur durch Spülen in gleichbleibender Qualität und mit einer angemessenen Haltbarkeit hergestellt werden. Kombiniert mit der smarten Filterbox entsteht ein digital vernetztes Filtersystem. Prozesse lassen sich damit besser gestalten und Mehrwertdienste generieren.
Fruchtaufstriche und Konfitüren werden zumeist im Chargenbetrieb produziert. Auf eine Sorte folgt eine andere. So kann es vorkommen, dass vor dem Abfüllen beispielsweise von Erdbeerkonfitüre die kleinen Körnchen herausgefiltriert werden müssen und in der nächsten Charge aus Aprikosenkonfitüre Splitter der Kerne und Häute der Aprikosenfrucht. Das Beispiel steht stellvertretend für viele weitere viskose Produkte. Der Reinigungsaufwand in manchen Lebensmittelbranchen beläuft sich zwischen den Chargen auf bis zu 25 % der Produktionszeit.
Ein im EHEDG-Design konstruiertes Filtersystem reduziert den Reinigungsaufwand deutlich. Es basiert auf den in Handling, Montage und Reinigung bewährten WTSRF-selbstreinigenden Filtern von Wolftechnik. Bei der Konstruktion des neu entwickelten WTSRF-EHEDG-selbstreinigenden Filters im Hygienic Design lautete die primäre Entwicklungsaufgabe, das vorhandene Filtersystem so umzugestalten, dass das Zerlegen zur Reinigung beim Chargenwechsel entfallen kann. Dafür muss gewährleistet sein, dass sich die eingesetzten Materialien vor jeder Benutzung optimal reinigen lassen und produktberührte Flächen Mikroorganismen keinerlei Raum zum Einnisten bieten.
Um diese Grundanforderung zu erfüllen, kommt dem Design der Komponenten und Innenräume eine hohe Bedeutung zu. Gehäuse dürfen keine überflüssigen Ecken, Kanten und Toträume aufweisen. Rohrleitungsstutzen müssen optimal angebracht sein. Dichtungen müssen plan abschließen und Zwischenräume komplett ausfüllen. Auch Sensoren müssen hygienegerecht eingebaut werden. Nur so lassen sich Gehäuse und Innenraum einfach und rückstandsfrei reinigen.
Ohne manuelles Nachputzen
Damit ergibt sich für Prozesskomponenten der „Hygieneklasse 1“ die Anforderung, diese in einem Hygienedesign zu gestalten. Werden dabei die Richtlinien der European Hygienic Engineering & Design Group1 (EHEDG) bei der Konstruktion der Komponenten kompromisslos umgesetzt, lassen sich Lebensmittel auch im Chargenbetrieb ohne Zerlegung der Bauteile nur durch Spülen (cleaning in-place2) sicher und in gleichbleibender Qualität sowie mit einer angemessenen Haltbarkeit herstellen. Bei der Neuentwicklung hat man diese Vorgaben konsequent berücksichtigt. Letzte vorhandene Ecken, Kanten und Hinterschneidungen wurden eliminiert. Neben der Dimensionierung des Filtergehäuses, des Abstreiferkäfigs und der Filterkörperaufnahme wurden Details wie die Konstruktion des Deckels, des Bodens und des Gestells beachtet. Zudem wird beim Hygienic Design neben den eingesetzten Werkstoffen, deren Oberflächen und der Gestaltung der Anlagenkomponenten auch die Gestaltung des Prozessumfelds mitbetrachtet. So wurden am neu entwickelten Filter insbesondere die Wellendurchführung, sämtliche Dichtungen und alle Ecken und Kanten nach den Richtlinien der EHEDG umkonstruiert und zudem alle Toträume ohne Umspülung eliminiert. Innen im Behälter fallen die glatt polierten Oberflächen und Radien auf, die keine Haftung für Verunreinigungen zulassen. Der Behälter kann jetzt mit Reinigungsmedium durchspült werden und ist danach ohne ein manuelles Nachputzen frei von Restverunreinigungen und Mikroorganismen.




