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    Software überwacht die Rezeptur
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    Technik

    Software überwacht die Rezeptur

    Mitsubishi Electric erweitert seine Produktpalette für die industrielle Prozesstechnik um einen PLC Batch Server. Die mit Partnern entwickelte SPS-Lösung
    Veröffentlicht
    15. August 2008
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Traditionelle Lösungen sind oft nur für komplexe Batch-Prozesse konzipiert und erfordern meist aufwändige und teure Softwaretools zur Umsetzung des ISA S88.01-Standards. Gerade im Bereich der Hybridapplikationen, wie sie in der Nahrungsmittelindustrie häufig zu finden sind, besteht jedoch eine große Nachfrage nach wirtschaftlichen Technologien für einfachere Prozesse. Ziel der gemeinsamen Entwicklung von Mitsubishi sowie der Technologiefirma Inea und dem Jozef-Stefan-Institut war es daher, Kunden eine einfache und kostengünstige Lösung für kleine und mittlere Applikationen zu bieten. Das Institut mit Sitz in Ljubljana, Slowenien, hat mit der Entwicklung von Algorithmen zur Umsetzung von Standards auch die wissenschaftliche Basis für die Technologie gelegt. In vielen Anwendungen übernehmen heute Industriecomputer als Batch-Server die Bearbeitung und Ausführung der Batch-Prozesse. Die Nachteile rechnergestützter Systeme sind bekannt: Im Vergleich zu einer im industriellen Umfeld bewährten Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS), die sich durch eine robuste Bauweise und eine gute Integrierbarkeit in automatisierte Produktionsprozesse auszeichnet, ist ein Personalcomputer störanfällig. Hinzu kommt, dass neueste Steuerungsgenerationen wie die Melsec System Q von Mitsubishi Electric immer leistungsfähiger werden. Dies spiegelt auch der allgemeine Trend in der Prozessindustrie wider, wo verteilte Steuerungssysteme (Distributed Control Systems, DCS) zunehmend durch leistungsstarke SPS-Systeme ersetzt werden.

    Diesem Trend folgend haben die Entwicklungspartner den vollwertigen Batch-Server nach ISA S88.01-Standard auf eine Standard-Prozess-CPU der modularen Steuerung Melsec System Q implementiert. Die Bearbeitung der Chargen und Rezepturen erfolgt direkt durch die SPS. Nach Eingabe der Rezepturen über ein Softwaretool werden diese umgehend an die Steuerung übertragen. Neben der Rezepturverarbeitung kann die SPS gleichzeitig Regelkreise und Basisanweisungen verarbeiten. Die Vorteile für den Anwender: Die Lösung arbeitet ohne Server bei gleichzeitig erhöhter Kommunikationsgeschwindigkeit und Verfügbarkeit. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Batch-Produktion mittels einer vorgefertigten Maske auf einem Bediengerät zu überwachen und zu steuern.

    Durch Kombination des PLC Batch Servers mit dem Produktportfolio der Steuerungsserie Melsec System Q lassen sich jetzt kleine und mittlere Batch-Prozesse mit dieser hochverfügbaren Lösung kostengünstig realisieren. Mitsubishi Electric hat das Anwendungsspektrum seiner modularen Steuerung in den letzten Jahren kontinuierlich für Aufgaben in der Prozessindustrie erweitert. Zur Verfügung steht heute ein Steuerungssystem, das die Möglichkeit zum Aufbau redundanter Systeme, den Komponentenaustausch im laufenden Betrieb sowie eine hohe Flexibilität bei Stufenkonzepten durch ein transparentes Kommunikationssystem bietet und dabei eine hohe Systemverfügbarkeit und eine maßgeschneiderte Konfiguration gewährleistet. Das Multiprozessorkonzept der Steuerung und der damit verbundene Einsatz von bis zu vier CPU-Modulen bietet gerade für Anwendungen in der Prozessindustrie große Vorteile. Es ermöglicht die Zusammenfassung unterschiedlicher Aufgaben in einer Steuerung bei gleichzeitig voneinander entkoppelter Bearbeitung durch speziell darauf ausgerichtete CPU-Funktionen.

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