Steve Mott, Michelle Jones
Vor allem die junge Generation achtet heute auf ihre Gesundheit und damit auch auf ihre Ernährung. Dazu gehört die Verringerung der Fettzufuhr und hier insbesondere die Aufnahme gesättigter Fettsäuren sowie die Kontrolle des Cholesterinspiegels. Sojabohnen enthalten nur eine geringe Menge an gesättigten Fettsäuren, gleichzeitig sind sie ausgezeichnete Eiweißlieferanten und gehören zu den wenigen pflanzlichen Rohstoffen, die alle essentiellen Aminosäuren in einem Verhältnis enthalten, wie es für die menschliche Gesundheit erforderlich ist. Die Qualität dieser Proteine entspricht der von Milch- und Fleischproteinen.
Neben zahlreichen positiven Gesundheitsaspekten wie Verbesserung der Blutgefäßaktivität und der Blutzirkulation oder einem verstärkten Knochenaufbau, ist einer der wichtigsten Interessenbereiche bei der Untersuchung von Soja der Einfluss auf die Aufrechterhaltung der gesunden Zellfunktion. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass das Auftreten bestimmter Krebserkrankungen in den orientalischen Ländern bis zu 10-mal niedriger liegt als in der westlichen Welt. Die antioxidative Wirkung von Soja wird vor allem dem Mix an Isoflavonen, Phytaten, Phenolsäuren, Lecithin, Vitamin E und Saponinen zugeschrieben.
Viele der Untersuchungen, die sich mit den Vorzügen von Soja befassten, haben sich bislang auf die Isoflavone konzentriert. Diese phytochemischen Substanzen sind ohne Zweifel sehr wichtig, aber auch Sojalecithin, dass bei der Mehrzahl der Verbraucher nicht so bekannt ist, bietet eigene ernährungsphysiologische und gesundheitliche Vorteile.
Es ist eine ausgezeichnete, fettarme, cholesterinfreie Quelle für Cholin, die zudem noch eine hohe Bioverfügbarkeit hat. Cholin ist ein wichtiger Bestandteil bei der Signal-übermittlung in Zellen. Eine Einschränkung der Kommunikation der Zellen kann dazu führen, dass diese nicht mehr wachsen, sich nicht mehr vermehren, keine Nährstoffe mehr absorbieren oder in Energie umsetzen können. Unglücklicherweise führt der Versuch, die Fettaufnahme durch Verzehr von weniger rotem Fleisch oder Eigelb einzudämmen dazu, dass die Verbraucher unabsichtlich auch ihre Aufnahme an Cholin reduzieren, da diese beiden Lebensmittel die besten Cholinlieferanten sind.
Soja ist außerordentlich vielseitig – aus der einfachen Sojabohne lassen sich eine Fülle unterschiedlicher Zutaten und Zusatzstoffe gewinnen. Sojaproteine wurden üblicherweise in Fleischerzeugnissen und vegetarischen Lebensmitteln eingesetzt. Neuerdings findet man Soja auch in Saucen, Fertiggerichten, milchhaltigen Getränken, Nudeln und Müsliriegeln. Die drei Sojaproteinarten haben unterschiedliche Proteingehalte: Isolate haben einen Proteinanteil von 90%, bei den Konzentraten liegt er bei mindestens 65% und das TVP (texturiertes Pflanzenprotein) enthält 50%.




