Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Sortieranlage erkennt biometrischen Fingerabdruck
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Sortieranlage erkennt biometrischen Fingerabdruck

    Die sensorbasierte Freifall-Sortieranlage Nimbus BSI+ erkennt den biometrischen Fingerabdruck von Lebensmitteln.
    Veröffentlicht
    14. April 2020
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Mit der sensorbasierten Freifall-Sortieranlage Nimbus BSI+ von Tomra ist die Erkennung biometrischer Merkmale möglich. Materialien, die nicht den biometrischen Fingerabdruck des Referenzproduktes tragen, sortiert die Maschine zuverlässig aus. Drei türkische Exporteure setzen die Anlage für die Qualitätssicherung ihrer Haselnuss- und Pistazienernten ein.

    Die Türkei ist der führende Produzent und Lieferant von Haselnüssen und Pistazien für süße Brotaufstriche und Cremes, Eis, Gebäck und Schokolade. Allein im Segment Haselnüsse stammen 70 bis 75 % der weltweiten Produktion aus der Türkei. Dazu kommen jährlich 130 000 t Pistazien, von denen rund 20 000 t exportiert werden – größtenteils nach Europa. Der Export von Nüssen und Früchten nach Europa unterliegt strengen Qualitätsbestimmungen. Im Wechselspiel von Qualität und Produktivität sind die Herausforderungen an die Exporteure nur mithilfe moderner Technologie zu erfüllen, zum Beispiel für die effiziente und zuverlässige Sortierung der Ernte.

    Sortiertechnik für türkische Firmen

    Drei Unternehmen, die diese Herausforderungen bestens kennen, sind Olam Progida, Durak Hazelnut und Kahraman Agriculture. Olam Progida ist Teil der 1989 gegründeten Olam-Group und zweitgrößter Haselnuss-Exporteur der Welt. Jedes Jahr gehen mehr als 32 000 t Haselnüsse an führende Markenartikel-Produzenten vor allem in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien und Frankreich. Durak Hazelnut wurde 1960 gegründet und ist heute der umsatzstärkste Haselnussproduzent in der Türkei. Das Familienunternehmen betreibt dort fünf Haselnussproduktionen. Kahraman Agriculture wurde 1976 gegründet und ist heute maßgeblich für den türkischen Handel mit Pistazien. 40 % aller aus der Türkei exportierten Pistazien kommen von Kahraman Agriculture.

    Allen drei Unternehmen erleichtert die sorgfältige Sortierung der Ernte die Wareneingangskontrolle und trägt dazu dabei, die HACCP-Regeln sowie EU-Kriterien hinsichtlich der Reinheit der Ware zu erfüllen. So darf beispielsweise der vorgeschriebene Aflatoxin-Wert auf keinen Fall überschritten werden. Olam Progida, Durak Hazelnut und Kahraman Agriculture setzen seit Jahren auf sensorbasierte Sortieranlagen von Tomra Food. Mithilfe von Laser- und Kameratechnologie identifizieren diese Anlagen Fremdmaterialien wie Schalen, Steine, Wurzeln, Glas oder Plastik sowie mangelhafte, verdorbene oder verfärbte Produkte.

    Effizienzsteigerung

    Um weiteres Wachstum zu sichern, haben die Unternehmen kürzlich in die jüngste Generation der Tomra-Sortiertechnologie investiert und ihre Produktion mit der Nimbus-BSI+-Sortieranlage erweitert. Die Sensortechnologie von Tomra erbringt hohe Leistungen hinsichtlich Präzision und Geschwindigkeit. Ein frequenzgesteuerter Zuführrüttler verteilt das Produkt gleichmäßig auf die Freifallrinne. Das Sortiergut fällt in den Inspektionsbereich, wo das Scanning durch Laservorrichtungen und/oder Kameras erfolgt. Millisekunden später werden unerwünschte Produkte und Fremdkörper mittels eines präzisen, starken Luftstoßes in den Auswurfbereich geschleust. Die Gutprodukte setzen dagegen ihren freien Fall fort. Das Auswurfsystem nutzt hierzu ein vorab definierbares, optimales Abweichungsmaß. Die Sensortechnologien gewährleisten eine Verarbeitung von Daten über Material, Form, Größe, Geometrie, Farbe, Mängel und Standort der Objekte in hoher Geschwindigkeit. Eine Besonderheit dieser Anlage ist die Sortierung der Lebensmittel auf Basis biologischer Eigenschaften.

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    Biometrischer Fingerabdruck

    Die von Tomra entwickelte BSI-Technologie (Biometric Signature Identification) arbeitet mit der Erkennung der biometrischen Merkmale von Produkten, kann also bestimmte chemische und molekulare Unterschiede und Veränderungen auf der Oberfläche sowie in Objekten identifizieren. Dabei erkennt die Technologie nicht nur sichtbare, sondern auch unsichtbare biometrische Merkmale des Produktes. Dies funktioniert mithilfe der Nahinfrarot-Spektrometrie, also mit Licht jenseits des sichtbaren Spektrums im Nahinfrarotbereich. Produkte und Fremdkörper, die nicht den biometrischen Fingerabdruck des referenzierten Produkts aufweisen, werden aussortiert.

    Individuell konfigurierbar

    Zudem ist der Sortierer nutzerfreundlich, intuitiv zu bedienen und individuell konfigurierbar. Die Unternehmen können so gut auf die speziellen Anforderungen ihrer Kunden eingehen und jederzeit Adaptionen an den Einstellungen vornehmen. „Gerade die Tatsache, dass wir jede Klassifikation und Spezifikation für unsere Kunden selbst vornehmen und anpassen können, ist für uns entscheidend“, erklärt Aykut Gören, Technical Service Manager von Olam Progida.

    Tomra Sorting NV, Leuven, Belgien

    Autorin: Juliane Köstler

    Freie Journalistin

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.