Die Gerhard Schubert GmbH gehört zu den weltweit führenden Herstellern CNC-gesteuerter Verpackungsmaschinen. Das Crailsheimer Familienunternehmen hat 430 Mitarbeiter und erwirtschaftete 1999 einem Umsatz von 102 Mio. DM.
Schubert bietet das komplette Leistungsspektrum für die Primär- und Endverpackung stückiger Produkte. Zahlreiche internationale Vertretungen und Vertriebspartner repräsentieren das Unternehmen rund um die Welt. Eigene Tochtergesellschaften sind für die Planung, Realisierung und Betreuung kompletter Verpackungsanlagen (IPS International Packaging Systems GmbH, Crailsheim), für Vertrieb und Service in den Vereinigten Staaten (Schubert Packaging Systems LLC, Addison/Texas) sowie für Aufgaben aus der Teilefertigung (Schubert + Edelmann GmbH, Bartholomä) verantwortlich. Bereits heute deckt Schubert mit den beiden Baureihen SMB-Verpackungsmaschinen sowie SNC-F44-Pickerlinien und -Pralinenpackstraßen ein breites Spektrum ab. Rund 70 Prozent des Umsatzes werden mit Serienmaschinen, die übrigen 30 Prozent mit Sonderanfertigungen erwirtschaftet. Zurzeit gehen ca. 80 Prozent der Schubert-Maschinen in den Export. Neben der Fertigung von SMB- und SNC-F44-Anlagen umfasst die Produktion des Unternehmens Schachtel-Aufrichtemaschinen sowie Förderaggregate.
dei: Herr Schubert, welche grundsätzlichen Trends sehen Sie zu Beginn dieses Jahrhunderts bei den Verpackungsmaschinen?
Schubert: Ihre Frage nach der Zukunft der Verpackungsmaschinen hat zu Beginn des neuen Jahrhunderts mit Sicherheit eine Berechtigung. Wenn auch Voraussagen in aller Regel nicht oder nur teilweise eintreten, bin ich mir doch in einem Punkt sehr sicher: Die CNC-Antriebstechnik wird der Branche ganz ungeahnte Möglichkeiten erschließen. Aufgabenstellungen, die früher nicht gelöst werden konnten, können nun dank der CNC-Antriebstechnik umgesetzt werden.
dei: Können Sie das etwas genauer beschreiben?
Schubert: Ein Beispiel: Nehmen wir die „Schokoladen-Orange“, die in England produziert wird. Vor 25 Jahren bekamen wir die Aufgabenstellung, die 20 Einzelschnitze dieses Produktes maschinell zusammenzusetzen. Aber alles, was wir uns damals überlegten, scheiterte an der Durchführbarkeit. Die Vorgaben des Kunden waren zum damaligen Zeitpunkt technisch nicht umsetzbar. Mit der Entwicklung der CNC-Antriebstechnik und der daraus resultierenden Entwicklung der Bildverarbeitung sind heute diese Aufgaben problemlos lösbar. Der Kunde war begeistert, schließlich konnten 70 Arbeitsplätze eingespart werden. Er gab zuerst eine Maschine in Auftrag. Inzwischen hat er noch drei weitere bestellt, denn die Automatisierung des Abpackprozesses verhalf dem Produkt inzwischen zu einem riesigen Markt.




