Eine Reinigungsmaschine wird heute nach der Applikation bzw. Aufgabe ausgewählt und nicht nach der gerade verfügbaren Technik, da je nach Behältergeometrie und Aufgabe die bestmögliche Lösung für die Behälterreinigung variiert. Eventuell mögliche Sprühschatten durch die verschiedenen Einbauten, Stutzen und Mannlöcher sind dabei unbedingt zu beachten. AWH bietet hierzu ein Produktprogramm mit einem vielfältigen Spektrum an Geräten und dem dazu nötigen Applikationswissen. Die jeweiligen Reinigungsgeräte werden im Folgenden beschrieben.
Der zur Reinigung von Behältern am häufigsten eingesetzte Reinigungskopf ist der statische Sprühkopf in den verschiedenen Sprühmusteranordnungen. Die häufigsten sind 180° nach oben bzw. nach unten, 270° nach unten und die obligatorischen 360°. Ergänzend zum statischen Sprühkopf eignet sich der Tanko. Er kombiniert die Eigenschaften der statischen Sprühkugel mit den Vorteilen eines rotierenden Sprühkopfes. Das eingebrachte Reinigungsmittel wird mit Hilfe der Rotation des statischen Sprühkopfes schneller und gleichmäßiger in Behälter eingebracht. Die Einbaulage des standardmäßig als ClipOn (Gewinde-Version lieferbar) ausgelieferten Tankos lässt sich dank des doppeltkugelgelagerten Antriebes frei wählen, so dass der Tanko in jeder Einbaulage zu betreiben ist. Das Gerät gibt es in 1.4435 und 1.4571 (Lagerkugel 1.4401).
Immer häufiger wird genau auf die Menge an benötigtem Reinigungsmittel geachtet. Sparsamkeit beim Reinigungsmedium rechnet sich schnell, sei es in der Beschaffung, der Aufbereitung oder der Entsorgung des Reinigungsmediums. Die Produkte der Spinner-Serie erfüllen diese Anforderungen. Die Schwallreiniger verteilen das Reinigungsmedium schnell und sparsam im geforderten Verteilungswinkel. Gearbeitet wird mit den Produkten der Spinner-Serie im Druckbereich von 1 bis 8 bar, Einsätze bis 20 bar sind oftmals möglich. Der Antrieb erfolgt über die Asymmetrie der Schlitze im Kopf des Reinigungsgerätes. Die Vielfalt der Spinner-Serie erlaubt eine optimale Anpassung des Produktes an die Applikation. Alle Schwallreiniger lassen sich in jeder Einbaulage betreiben. Die Standardausführung mit dem Sprühwinkel 360° wird ergänzt um die 90°- und 180°-Version. Bei den Ergänzungsvarianten gibt es kein rückwärtiges Sprühen. Das Reinigungsmedium wird dorthin gesprüht, wo es hingehört, in Richtung Sprühwinkel. Verschiedene Anschlüsse wie ClipOn, Gewinde und Anschweiß- (z. T. Orbital-) Schweißenden ermöglichen eine an die Aufgaben angepasste Installation. Die Spinner werden aus 1.4404 (Lagerkugeln 1.4401) gefertigt. Sonderversionen mit den unterschiedlichen Anschlüssen oder Sprühwinkeln aber auch Ausfertigungen aus Hasteloy runden das Produktprogramm ab. Die Atex-Zulassung erweitert den Einsatzraum auch für die Ex-Zonen-Anwendung.
Seit vielen Jahren wird die Lücke zwischen den Schwallreinigern und den echten Zielstrahlreinigern durch die Produkte der TRB-Serie, dem Troll Ball, ausgefüllt. Diese arbeitet ähnlich einem Zielstrahlreiniger und ermöglicht bereits in vielen Fällen dank der erhöhten Aufprallkraft des Reinigungsmediums eine verbesserte Reinigungskraft. Die Rotation wird durch ein spezielles, integriertes Antriebssystem erzeugt. Im Kopf des TRBs sind diverse Kanäle und Düsen bis zur inneren Achse vorhanden. Durch diese Düsen wird dann je nach Mediumdruck der Strahl mit entsprechender Kraft auf die zu reinigende Fläche gebracht. Die TRB-Reihe ist in drei Ausführungen lieferbar. Die kostengünstigste Lösung ist ein Langsamläufer (niedrige Umdrehungszahl pro Minute) mit einem PTFE-Gleitlager. Die Varianten mit leitfähigem PTFE-Gleitlager, die Ausführung komplett in leitfähigem PTFE oder die Edelstahlausführung mit Edelstahlkugellager ermöglichen den Einsatz auch in Ex-Zonen (Atex-Bereich).




