Friedjof Habel
Der Konsum von Frucht- und Limonadengetränken steigt. Milchbasierende innovative Mischprodukte bieten Molkereien die Möglichkeit, diesem Trend entgegenzutreten und ihren Marktanteil zu steigern. Ein weiteres Wachstumssegment sind geschmacksangereicherte Milch-Joghurt-Molke- und Fruchtgetränke. Mit diesen Produkten erfüllen Fruchtgetränkehersteller die Wünsche der Verbraucher nach gesundheitsfördernden Lebensmitteln. Auch das von der Getränkeindustrie bereits sehr erfolgreich eingeführte Segment der Sport- und Energy-Getränke liegt auf dieser Welle. Der Verbraucher verbindet mit Milchmischgetränken und Trinkjogurts mit Zusatznutzen dieselben positiven Eigenschaften, die er bei Fruchtsäften schätzt: Gesundheit, Natürlichkeit und Frische.
Die von den Verbrauchern geforderte Produktvielfalt bedeutet für die Nahrungsmittelhersteller höchste Anforderungen an den Produktionsprozess, denn je mehr Rezepturen, desto komplexer das Produktionsverfahren. Anlagenflexibilität ist hier gefragt. Dies gilt insbesondere auch für Mischanlagen. Die Herstellung der oben genannten Produkte ist immer mit dem Auflösen von Pulvern und der Mischung der unterschiedlichsten Zutaten – von flüssig über niedrig- bis hochviskos – verbunden. Des Weiteren stellen Technologieschritte wie das Emulgieren schon bei der Herstellung der Mischung höchste Anforderungen an die zum Einsatz kommenden Mischanlagen. Die Misch- und Emulgieranlage Tetra Almix wurde genau für diese vielfältigen Aufgaben entwickelt. Die modular aufgebaute Maschine arbeitet unter Vakuum. Sie meistert alle Probleme, die bei der Verarbeitung von pulverförmigen Zutaten wie Stärken und Stabilisatoren auftreten können. Diese reichen von schlechten Transporteigenschaften über Klumpenbildung bei nicht ausreichender Benetzung bis hin zur Schaumbildung und Trennung durch Aufschwimmen auf der Flüssigkeitsoberfläche.
Die Tetra Almix saugt die pulverförmigen Zutaten über Vakuum in einen Mischbehälter, an dem das Herzstück der Anlage, die Turbo-Mischeinheit, installiert ist. In die Flüssigkeitsvorlage werden die Pulver unter dem Flüssigkeitsspiegel direkt in die Turbo-Mischeinheit eingesogen und unmittelbar benetzt und dispergiert. Die Turbo-Mischeinheit besteht aus einem Rotor-Statorsystem. Der Rotor saugt die Bestandteile direkt an und fördert sie durch den perforierten Stator. Sämtliche Bestandteile der Dispersion müssen das Rotor-Statorsystem durchlaufen, da an ihm die Zirkulationsleitung angeflanscht ist. Unterschiedliche Pulver werden in Pulversilos vorgelegt und mithilfe des Vakuums hygienisch, staubfrei und vollautomatisch eingesogen. Die Pulveraufgabe kann auch in einem separaten Raum erfolgen, um Staubentwicklungen zu minimieren. Als Option kann ein solcher Pulverbehälter auch mit leichtem Vakuum aus dem Mischbehälter beaufschlagt werden, um die bei der Ausleerung der Säcke entstehenden Stäube dem Produkt zuzuführen, so dass sie nicht in der Abluft verschwinden.




