Seit zehn Jahren ist die Exzenterschneckenpumpe MX auf dem Markt. Dass sie sich in dieser kurzen Zeit derart viele Einsatzbereiche erobert hat, liegt an konstruktiven Besonderheiten, die sie von herkömmlichen Exzenterschneckenpumpen unterscheiden. Das wesentlichste Merkmal dieser Pumpen ist ihre Ausführung in Even-Wall-Technologie, bei der der Statormantel der Innenkontur des Stators angepasst und mit einer einheitlichen, 4 bis 12 mm starken Elastomerschicht versehen ist. Daraus ergeben sich zahlreiche Vorteile gegenüber konventionellen Bauweisen mit einer zylindrischen Außengeometrie der Statormäntel und dementsprechend unterschiedlichen Wandstärken des Elastomers. So erreicht die Exzenterschneckenpumpe MX eine deutlich höhere Druckstabilität, es kommt zu weniger Rückströmung, Standzeiten und Wirkungsgrad verlängern sich. Hinzu kommen eine geringere Scherbelastung des Produkts und ein besseres Ansaugverhalten. Des Weiteren stellt die MX-Pumpe mit einer geschlossenen Kammer einen Druck von mindestens 10 bar zur Verfügung, während herkömmliche Exzenterschneckenpumpen bei 4 bis 6 bar limitiert sind. Durch die mehrstufige Bauweise erreicht die MX-Exzenterschneckenpumpe Drücke von bis zu 80 bar.
Unabhängig von Größe und Ausführung ist jede MX-Pumpe mit Lagerstuhl ausgeführt. Dadurch kann die Pumpe ohne Antriebseinheit geliefert werden. Der Anwender profitiert von den Vorzügen einer sofort einsetzbaren Stand-by-Pumpe, bei der keine aufwendige Montage einer Wellenabdichtungseinheit erforderlich ist. Von Vorteil ist, dass die Axialkräfte vom Lagerstuhl aufgenommen werden und nicht bei der Auslegung des Getriebemotors berücksichtigt werden müssen. So können kleinere Antriebsbaugrößen eingesetzt werden.
Die Exzenterschneckenpumpen der MX-Baureihe sind für hygienische Prozesse geeignet. Sie sind standardmäßig CIP- und SIP-fähig. Das heißt, die totraumarmen Pumpen können ohne Demontage am Einsatzort gereinigt und sterilisiert werden. Materialauswahl, die konstruktive Anordnung der O-Ringe und die Oberflächenbeschaffenheit erfüllen die Richtlinien bzw. Vorgaben der EHEDG, QHD, GMP und 3A.
Die Exzenterschneckenpumpen stehen – von der kleinen Baugröße MX 10 bis zur XXL-Version MX 100 – in verschiedenen Standardausführungen zur Verfügung. Es gibt sie als Saug-, Rachen-, Tauch- und Folgeplattenversion.
Die Exzenterschneckenpumpen der MX-Baureihe können in unterschiedlichen Bereichen der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, beispielsweise in einer Anlage zur Pasteurisierung von Saucen. Die hochviskosen Produkte müssen durch lange Rohrleitungen transportiert werden. Früher nutzte man hierfür teure Kolbenpumpen, die allerdings den Nachteil einer relativ starken Pulsation haben. Heute erledigen die MX-Pumpen von Knoll diese Aufgabe, denn sie bauen problemlos große Drücke auf und fördern gleichzeitig die Saucen pulsationsarm. Der gleichmäßige Förderstrom ist besonders wichtig, wenn im Anschluss eine Dosierung erfolgen soll.




