Mit der Verfügbarkeit des Sigfox-0G-Netzes (Null G) wird es möglich, die Lebensmittelproduktion lückenlos vom Acker und der Weide bis hin zum Endverbraucher zu überwachen und zurückzuverfolgen. Bei Trackern für Vieh und autarken Sensoren fürs Feld beginnen die Anwendungsbereiche. Über das Tracking von Flüssigkeitsbehältern wie IBCs und Temperaturdatenloggern geht es weiter bis hin zur Anbindung von Paletten und Euroboxen oder gar smarten Verpackungen auf der letzten Meile.
Das Internet der Dinge, von dem an so vielen Stellen gesprochen wird, gewinnt mit der Verfügbarkeit von Netzen wie dem 0G-Netz von Sigfox, das wie ein Telefonnetz öffentlich verfügbar ist, zunehmend an Kontur. Anders aber als 3G/4G/5G wurde 0G entwickelt, um Dinge an das Internet anbinden zu können, die bislang nicht angebunden werden konnten. Dies, weil ihre Anbindung bislang zu teuer war, zu viel Energie verbrauchte oder global nicht ohne Roaminggebühren möglich war. Kann man nun jedoch quasi alles bis hin zur Verpackung auch ökonomisch sinnvoll anbinden, eröffnet sich ein enormes Potenzial zur Entwicklung neuer nutzbringender IoT-Applikationen.
Smarte Sensoren für das Vieh
Dies fängt bereits bei der Lebensmittelgewinnung an: Intelligente Viehhalsbänder ermöglichen es Viehzüchtern heute, ihre Tiere zu verfolgen und ihnen mit einer einfach zu bedienenden Smartphone-App virtuelle Grenzen zu setzen, ohne Zäune ziehen zu müssen. Cloud-basierte Managementsysteme geben Biobauern zudem einen vollständigen Überblick über ihre Herden in Echtzeit. Fortschrittliche Technologien überwachen das Wohlbefinden der Tiere, indem sie Gesundheits- und Verhaltensdaten sammeln und analysieren und bei Anomalien Warnmeldungen senden. Können Informationen über einen längeren Zeitraum verfolgt und gesammelt werden, hilft dies letztlich Betriebskosten zu minimieren, Tierverluste zu reduzieren, die Erfolgsraten bei der Geburt zu verbessern und die Gesundheit und Sicherheit der Tiere zu erhöhen.
Lebensdauer rauf, Kosten runter
Die Überwachung von Dingen ohne Stromanschluss über wirklich längere Zeiträume war jedoch bislang ein Problem, da Übertragungsnetze wie 3G/4G/5G viel zu teuer und zu energiehungrig sind. Dies ändert sich mit der Verfügbarkeit von Sigfox 0G massiv. Dies gilt nicht nur für die Lebensmittelgewinnung sondern auch für die gesamte Lebensmittelproduktion. Man spricht heute nicht mehr über Sensoren, die über Tage, Wochen oder Monate sondern die über Jahre hinweg autark an das Internet angebunden werden können. Kann man Gegenstände über solch lange Zeiträume ohne Batteriewechsel anbinden, sinken die Wartungskosten für die IoT-Anbindung deutlich. Muss man gleichzeitig auch weder SIM-Karten verwalten und deren Nutzung einzeln abrechnen, sinkt der Verwaltungsaufwand auf ein Minimum. Hersteller von IBC-Sensoren wie Nanolike haben den Nutzen dieses grenzüberschreitend verfügbar werdenden Netzes, das in Deutschland bereits 85 % Netzabdeckung erreicht hat (Stand September 2019), früh erkannt und bieten heute bereits applikationsfertige Sensoren zur Überwachung von Flüssigkeiten und rieselfähigen Lebensmitteln und Zusatzstoffen an.




