Die Motion Control-Steuerung Movi-PLC power von SEW-Eurodrive ist eine sehr gute Lösung, um zentral gerechnete High-End Motion Control-Anwendungen zu realisieren. Sie lässt sich gleichermaßen als Mastermodul für das modulare Servoantriebssytem Moviaxis oder als Kompaktsteuerung zusammen mit dem Applikationsumrichter Movidrive B einsetzen. Gerade die Möglichkeit, anspruchsvolle Technologiefunktionen wie Kurvenscheiben oder elektronisches Getriebe und 3D-Robotikfunktionen mit bis zu acht Freiheitsgraden auf einer Steuerung ablaufen zu lassen, vermeidet Schnittstellen und ermöglicht damit, hochkomplexe Maschinen performant und einfach zu realisieren.
Der eingesetzte Mikroprozessor Core2Duo von Intel sorgt für hohe Rechenleistung und kurze Reaktionszeiten. So lassen sich bis zu 64 Achsen in einer Millisekunde bearbeiten, wobei auch den anspruchsvollsten Anwendungsprogrammen genügend Rechenleistung zur Verfügung steht. Ausgestattet mit dem Systembus SBUSPlus (Onboard-Ethercat) wird sie taktsynchron an die Antriebe weitergegeben. Damit wird der gesamte Antriebsstrang innerhalb einer Millisekunde bearbeitet.
Eine CFast-Speicherkarte für Firmware, Applikation und Anwendungsdaten kombiniert den einfachen Gerätetausch mit dem extrem schnellen Zugriff, den man ansonsten nur von Festplatten kennt. CFast ist ein CompactFlash-Speichermedium mit einer nativen Sata-Schnittstelle. Es erreicht Übertragungsraten bis 3 GBit/s.) Zur Anbindung an Fremdsteuerungssysteme stehen Varianten mit Profibus, Profinet, Ethernet/IP und Modbus TCP zur Verfügung.
Einfach durch das Zustecken einer zweiten CFast-Karte lässt sich das System mit Windows 7 Embedded erweitern. Das macht die Movi-PLC power zu einem sehr guten Automation Controller, in dem Motion und Logic Control sowie Visualisierung auf einem System integriert sind. Die hohe Grafikleistung lässt auch eine 3D-Visualisierung flüssig ablaufen und bietet damit die Möglichkeit, Maschinenvisualisierung wesentlich intuitiver zu realisieren.
Externe Peripheriegeräte wie Tastatur, Maus und Drucker lassen sich an insgesamt neun USB-Schnittstellen anschließen. Eine DVI-Schnittstelle ermöglicht den Anschluss eines externen Monitors. Dabei kann ein Touchmonitor von SEW-Eurodrive eingesetzt werden, ebenso ein beliebiger Fremdmonitor. Für größere Distanzen zwischen Controller und Monitor besteht die Möglichkeit, Thin Clients zu verwenden. Das Betriebssystem Windows 7 hat keinen Einfluss auf das Echtzeitverhalten. So kann man beliebige Programme unter Win-dows installieren, während die Maschinensteuerung läuft. Selbst ein Reboot des Win-dows-Systems hat keine Auswirkungen auf den Motion Control- und Steuerungsteil.
Das Engineering erfolgt wie bei allen Motion Control-Steuerungen des Unternehmens mithilfe der durchgängigen Engineeringsoftware Movitools MotionStudio. Die Software kann entweder auf einem beliebigen Engineering-PC ausgeführt werden oder man nutzt eine auf der Windows-CFast-Karte installierte Version. Die hohe Rechenleistung ermöglicht es, die komplette Engineeringumgebung einschließlich der 3D-Kinematiksimulation auf der Movi-PLC power auszuführen. Damit lassen sich auf Wunsch an jeder Maschine die erforderlichen Engineeringtools für Diagnose und Programmierung in die Steuerung integrieren – ideal zur schnellen Fehlersuche im Störungsfall.




