„Wir sind froh, dass ein großes Familienunternehmen wie Schubert in diesen Standort investiert und mit dem Neubau für viele neue Arbeitsplätze in unserer Stadt sorgt“, sagt Jörg Steuler, Baubürgermeister von Crailsheim. Bereits jetzt herrscht auf der Baustelle Bewegung: Dort, wo noch vor drei Jahren Autos über eine Landstraße fuhren, stehen nun Paletten mit Baumaterial, Bagger und ein großer Kran des Bauunternehmens Leonhard Weiss. Die Bauarbeiten für den modernen Neubau des Verpackungsmaschinenherstellers Schubert haben begonnen. Unweit des Verwaltungsgebäudes entsteht nun eine weitere Endmontagehalle mit angegliedertem Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von über 12 000 m2. Dafür investiert Schubert rund 38 Mio. Euro, die größte Investition in der Firmengeschichte.
„Durch die Erweiterung schaffen wir Platz für 300 Mitarbeiter“, erzählt Peter Schubert, der sich als Assistent seines Vaters Ralf Schubert, Geschäftsführender Gesellschafter bei Schubert, neben der Konstruktion auch in die technische Organisation mit einbringt. In Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro Fessel sowie mehreren Fachplanern wurden sowohl in der Montagehalle als auch im Bürotrakt die Ansprüche an eine moderne Arbeitswelt umgesetzt. Konkret bedeutet das, dass die Räume auf die Anforderungen von verschiedenen Arbeitsbereichen abgestimmt sind. Agiles Arbeiten wird möglich, indem Teams, die sich projektbezogen immer wieder neu zusammenstellen, beste Arbeitsbedingungen vorfinden. Wichtig ist für Schubert vor allem, dass sich die Mitarbeiter im Neubau wohlfühlen. „Auf der begrünten Dachterrasse mit weitem Blick über die Felder lassen sich Mittagspausen genauso gut verbringen wie in den gemütlich gestalteten Pausenräumen“, sagt Ralf Schubert. Im Erdgeschoss entstehen Besucherräume, in denen auch Kunden empfangen werden. Ein flexibles Besprechungsraumsystem ermöglicht zudem, dass in dem Neubau Veranstaltungen mit bis zu 140 Personen abgehalten werden können.
Ziel: Klimaneutralität bis Ende 2023
Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte bei der Planung des Neubaus eine große Rolle. „Wir wollen bis Ende 2023 CO2-neutral produzieren und fertigen, deshalb werden wir das Gebäude mit einem nachhaltigen Energiekonzept ausstatten“, erklärt Ralf Schubert. Nachdem die schon auf dem Firmengelände verbaute Geothermie durch neue Bestimmungen an dem Standort nicht mehr genehmigt wurde, entschied sich der Verpackungsmaschinenhersteller für das Heizen und Kühlen mit der Eisspeichertechnologie. Außerdem wird eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Neubaus installiert, die eine Leistung von circa 400 Kilowatt-Peak (kWp) hat. „Ziel ist es, dass die neue Halle klimaneutral betrieben wird“, so der Geschäftsführer weiter.
Für den Neubau musste eine Straße weichen




